Infektionsschutz

Maskenpflicht im Freien in NRW wird am Montag aufgehoben

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So werden gebrauchte FFP2-Masken richtig entsorgt

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Oft landen sie im Gelben Sack, doch das ist falsch. Die Abfallwirtschaft warnt davor, die Masken falsch zu entsorgen. In welche Tonne sie wirklich gehören.

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Düsseldorf.  In NRW gilt ab Montag im Freien keine Maskenpflicht mehr, auch auf Schulhöfen. Welche Maske Sie wo noch dabei haben sollten, lesen Sie hier.

Die Maskenpflicht in NRW wird ab Montag, 21. Juni, gelockert. So wird die Maskenpflicht im Freien weitgehend aufgehoben. Auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen muss jetzt kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Das sieht die neue Corona-Schutzverordnung des Landes vor, die am Montag in Kraft getreten ist. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen.

Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort bleibt die Maskenpflicht in festgelegten öffentlichen Bereichen noch bis einschließlich 28. Juni gültig. Das hatte der Krisenstab der Stadt beschlossen.

Landesweite Regelungen gelten für Inzidenzstufe 1

Die neuen landesweiten Regelungen gelten für die Inzidenzstufe 1. Das sind 0 bis 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW liegen nun stabil unter der Inzidenz von 35. Auch für Hagen und Wuppertal wird diese Stufe ab Montag wirksam.

Die NRW-Landesregierung unterscheidet drei verschiedene Masken-Typen: Atemschutzmasken (z.B. FFP2), medizinische Masken und Alltagsmasken.

Atemschutzmasken gelten als effektiver als OP-Masken, die wiederum besseren Schutz bieten als Alltagsmasken. Grundsätzlich sind Masken mit höherem Schutz-Niveau aber überall zulässig, wo auch ein geringeres Niveau ausreichen würde.

Die NRW-Coronaschutzverordnung legt ab 21. Juni fest: Die erpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen, wobei aber die Maske bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden darf, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden.

Diese Regelungen gelten im Detail zu den Masken-Typen:

Alltagsmasken (zum Beispiel aus Stoff)

sind zu tragen (in Städten und Landkreisen der Inzidenzstufen 2 und 3):

  • auf Märkten (im Freien)
  • im Umfeld (10 Meter) des Eingangs und auf dem Parkplatz eines Geschäfts
  • bei religiösen Versammlungen (im Freien)
  • bei Versammlungen von mehr als 25 Personen (im Freien)
  • auf dem Schulgelände bei „außerschulischer Nutzung“ (z.B. bei Wahlen)

Bei Inzidenzstufe 1 gilt, Alltagsmaske ist nur noch zu tragen:

  • nicht mehr generell auf Märkten, sondern nur in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern (im Freien)
  • bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern, außer am festen Sitz- oder Stehplatz (im Freien)
  • an weiteren Orten, soweit das behördlich angeordnet ist

Medizinische Masken (OP-Masken)

sind zu tragen (bei Inzidenzstufe 2 oder 3):

  • im öffentlichen Nahverkehr, also in Bussen, Bahnen sowie an Bahnhöfen
  • in Arztpraxen und Apotheken
  • in Geschäften, Poststellen, Tankstellen
  • auf Wochenmärkten und Jahrmärkten (in geschlossenen Räumen)
  • auf Messen und bei Ausstellungen
  • in Arzpraxen und vergleichbaren Einrichtungen
  • in Museen, Theatern, Kinos, Zoos (in geschlossenen Räumen)
  • bei religiösen Versammlungen (in geschlossenen Räumen)
  • in Schulgebäuden, aber nicht mehr auf dem Schulgelände
  • von erwachsenen Besuchern in Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen
  • vom Fahr-, Kontroll- und Servicepersonal im ÖPNV
  • vom Personal in der Gastronomie

Kinder von 6 bis einschließlich 13 Jahre dürfen alternativ eine Alltagsmaske tragen, wenn eine medizinische Maske nicht passt.

Bei Inzidenzstufe 1 gilt, die Maskenpflicht entfällt:

  • an Busbahnhöfen und Haltestellen im Freien und an dortigen Warteschlangen

Die Maskenpflicht gilt jedoch weiter an unterirdischen Haltestelle und innerhalb von Bahnhofsgebäuden.

Atemschutzmasken (FFP2 oder KN95)

sind zu tragen (bei Inzidenzstufe 2 oder 3)

  • im Taxi
  • in Fahrschul-Fahrzeugen
  • in Friseursalons und bei anderen körpernahen Dienstleistungen
  • bei körpernahen Ausbildungen
  • von Beschäftigten in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen bei Kontakt zu Betreuenden

Kinder von 6 bis einschließlich 15 Jahre dürfen alternativ eine medizinische Maske tragen, wenn eine Atemschutzmaske nicht passt.

In Kommunen mit der Inzidenzstufe 1 kann die Atemschutzmaske durch eine medizinische Maske ersetzt werden bei:

  • Fahrschulen im Unterricht und im Fahrzeug

Wer muss keine Maske tragen?

  • Kinder, bis zur Vollendung des sechsten Lebenjahrs
  • Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst usw.
  • Inhaber und Beschäftigte von Einrichtungen mit Besucherverkehr, bei denen ein Infektionsschutz anders gewährleistet wird, z.B. durch Plexiglas-Abtrennungen
  • Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können (Attest erforderlich)

Quellen: Coronaschutzverordnung vom 21. Juni (PDF) und Coronabetreuungsverordnung vom 7. Juni (PDF)

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