NRW-Polizei

Nach Gewalttaten: Mehr Schutz für Muslime und Karnevalisten

Wachsames Auge auf den Karneval: Nach der Amokfahrt von Volkmarsen sind die Sicherheitskräfte sensibilisiert. Foto:

Wachsames Auge auf den Karneval: Nach der Amokfahrt von Volkmarsen sind die Sicherheitskräfte sensibilisiert. Foto:

Foto: Andreas Arnold / dpa

Düsseldorf.  Die Taten von Hanau und Volkmarsen haben keinen NRW-Bezug, so der Innenminister. Die Polizei sei dennoch auch hier besonders wachsam.

Unter dem Eindruck der Gewalttaten von Hanau und Volkmarsen hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) die Polizei im Land zu besonderer Wachsamkeit aufgefordert. Die Sicherheitsbehörden seien „sensibilisiert“, sagte er am Dienstag. Einen Bezug der Taten in Hessen zu NRW gebe es nicht. Die Kreispolizeibehörden in NRW würden dennoch beim Schutz von Karnevalsumzügen am heutigen Veilchendienstag die Amokfahrt von Volkmarsen „berücksichtigen“. Heute werden in Mönchengladbach Hunderttausende den dortigen Karnevalszug bejubeln, auch in anderen NRW-Städten gibt es „späte“ Karnevalsfeiern.

Polizeistreifen in der Keupstraße in Köln

Mit besonderem Schutz könnten nach den rassistisch motivierten Morden von Hanau Muslime in NRW rechnen, erklärte der Innenminister. Die Polizei schicke verstärkt Streifen zu den „Aufenthaltsorten moslemischer Mitbürger“, zum Beispiel in die Keupstraße in Köln, weil es dort „viele mögliche Anschlagsziele“ gebe. Die Sicherheitskräfte stünden in engem Kontakt mit vielen Moscheegemeinden. „Wir können aber nicht jede Moschee unter Polizeischutz stellen“, sagte Reul.

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