Schäfer-Gümbel in Düsseldorf

Parteispitze geht auf Distanz zur Initiative „Die wahre SPD“

Thorsten Schäfer-Gümbel besuchte am Dienstag die SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf. Das Bild zeigt ihn zwischen den beiden anderen Interims-Vorsitzenden der SPD, Manuela Schwesig (li.) und und Malu Dreyer im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Foto:

Thorsten Schäfer-Gümbel besuchte am Dienstag die SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf. Das Bild zeigt ihn zwischen den beiden anderen Interims-Vorsitzenden der SPD, Manuela Schwesig (li.) und und Malu Dreyer im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Foto:

Foto: Carsten Koall / dpa

Düsseldorf.  Prominente Sozialdemokraten aus NRW wollen keinen „Linksruck“ der Partei. Aber Übergangs-Parteichef Schäfer-Gümbel fremdelt mit dieser Initiative.

Die vom früheren NRW-Bauminister und Ex-SPD-Landeschef Michael Groschek gegründete Initiative „Die wahre SPD“ findet offenbar nicht das Wohlwollen von Übergangs-Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel und SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty. „Ich bin kein Freund davon, dass es Teilgruppierungen gibt“, sagte Schäfer-Gümbel nach einem Besuch der SPD-Landtagsfraktion am Dienstag. Auch Kutschaty antwortete auf die Frage nach der Haltung seiner Fraktion zu dieser Initiative: „Wir brauchen keine Untergruppierungen.“

„Die wahre SPD“, die von mehreren prominenten SPD-Mitgliedern aus NRW getragen wird, wehrt sich gegen einen möglichen „Linksruck“ der SPD und einen zunehmenden Einfluss des Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert. Thorsten Schäfer-Gümbel suchte die Rücksprache mit der Landtagsfraktion in NRW, weil die Parteispitze am kommenden Montag den Fahrplan für die Neuaufstellung der Partei festzurren will.

Bisher mehr als 24.000 Vorschläge für die Erneuerung der SPD

Auch in NRW sei der Wunsch nach einer Beteiligung der Mitglieder bei der Wahl eines neuen SPD-Parteichefs groß. Bei der Frage, ob die SPD künftig von einer Doppelspitze geführt werden sollte, gehen die Meinungen weiter auseinander. „Möglicherweise spricht sich eine Mehrheit für die Doppelspitze aus“, beschrieb Schäfer-Gümbel eine Tendenz. Bisher hätten sich bundesweit 24.000 Mitglieder mit Vorschlägen gemeldet, wie sich die Partei nach den vielen Wahlniederlagen in den vergangenen Monaten erneuern sollte.

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