Studiengebühren

Studienfinanzierung nach dem Wittener Modell

Die neue Bildungsanleihe richtet sich an Studenten an privaten Hochschulen. Nach dem Studium zahlen die Absolventen die Gebühren zurück.

Die neue Bildungsanleihe richtet sich an Studenten an privaten Hochschulen. Nach dem Studium zahlen die Absolventen die Gebühren zurück.

Foto: Philipp Guelland / dapd

Witten/Berlin.  Das Wittener Modell des „Umgekehrten Generationen-Vertrages“ geht an die Finanzmärkte. Ein Berliner Start-up gibt eine Anleihe heraus.

Die aus dem Studienfinanzierungsmodell der Universität Witten/Herdecke hervorgegangene „Chancen eG“ hat am Dienstag ihre erste große Bildungsanleihe zur Finanzierung von Studienplätzen an den Finanzmärkten platziert.

Mit den Erlösen der „BildungsChancen Anleihe“ könne die Genossenschaft künftig rund 650 jungen Menschen ihre Wunschausbildung an über 20 privaten Hochschulen und Bildungspartnern finanzieren, teilte das Berliner Start-up-Unternehmen mit. Die von der Bankenaufsicht Bafin genehmigte Ausgabe der Anleihe im Werte von 13 Millionen Euro und einer Verzinsung von drei Prozent soll es Studierenden ermöglichen, ihr Studium über den so genannten „Umgekehrten Generationen-Vertrag“ (UGV) zu finanzieren.

650 junge Menschen können profitieren

Das Modell: Die „Chancen eG“ übernimmt die Studiengebühren an einem der nicht-staatlichen Partnerinstitute. Im Gegenzug verpflichten sich die Studenten, ihre Gebühren nach dem Studium einkommensabhängig zurückzuzahlen. „Die Studierenden gehen dabei kein Überschuldungsrisiko ein. Das ist der große Unterschied gegenüber einem klassischen Studienkredit“, erklärte Florian Kollewijn, Gründer und Vorstand der „Chancen eG“. Der 30-Jährige hat sein Studium an der Universität Witten/Herdecke selbst mithilfe des UGV finanziert.

Partner der neuen Studien-Anleihe ist die Bochumer GLS Bank.

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