Gewerkschaft

Tarifeinigung im NRW-Bäckerhandwerk bringt mehr Lohn

Symbolbild. Die Gewerkschaft NGG hat eine Einigung im Tarifstreit im Bäckerhandwerk verkündet.

Symbolbild. Die Gewerkschaft NGG hat eine Einigung im Tarifstreit im Bäckerhandwerk verkündet.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Düsseldorf.  Viele Beschäftigte in Bäckereien in NRW bekommen 2023 mehr Geld - bis zu 13 Prozent. Das teilten Gewerkschaft NGG und Arbeitgeber am Freitag mit.

Im NRW-Bäckerhandwerk gibt es einen Tarifabschluss. Er sehe ab Januar Lohnzuwächse zwischen 4 und 13 Prozent vor, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Freitag berichtete. Darauf habe man sich mit dem Bäcker-Innungsverband Westfalen-Lippe und dem Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks nach drei Verhandlungsrunden geeinigt. Die Laufzeit beträgt 16 Monate.

Laut NGG gibt es in NRW knapp 3200 Bäckerei-Unternehmen mit rund 57.600 Beschäftigten. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass eine Mehrheit der Betriebe tarifgebunden ist und damit ein Großteil der Beschäftigten von dem Abschluss profitieren wird.

Gewerkschaft NGG zu Tarifabschluss: Bis zu 270 Euro mehr im Monat auf dem Konto

Der Lohnzuwachs setzt sich laut NGG aus einer prozentualen Lohnerhöhung und einer monatlichen Inflationsausgleichsprämie zusammen. Diese liege je nach Berufs- und Ausbildungsstand zwischen 80 und 120 Euro im Monat. Die Prämie sei tabellenwirksam. Nach Auslaufen der Prämie bleibe das Lohnniveau damit erhalten.

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Bei Fachkräften im Verkauf betrage der Lohnzuwachs bis zu 13 Prozent, betonte die Gewerkschaft. „Eine Bäckereifachverkäuferin, die Vollzeit arbeitet, hat damit am Monatsende gut 270 Euro mehr im Portemonnaie. Ein junger Bäckergeselle kommt auf knapp 170 Euro zusätzlich im Monat“, sagte NGG-Verhandlungsführer Helge Adolphs. Das bislang deutliche Lohngefälle zwischen Backstube und Verkaufstresen werde mit dem Abschluss verringert.

Gewerkschaft und Arbeitgeber vereinbarten außerdem eine Qualifizierungsoffensive. Im Verkauf sollen damit mehr Beschäftigte die Chance bekommen, sich zu Fachkräften weiterzubilden.

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(dpa)