Fachkräftemangel

Unbesetzte Stellen: So viele Lehrkräfte fehlen in NRW

Ruhrgebiet, wir müssen Reden! Mit Ministerin Dorothee Feller

Ruhrgebiet, wir müssen Reden! Mit Ministerin Dorothee Feller

WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock spricht mit NRW-Schulministerin Dorothee Feller über Lehrermangel, Unterrichtsausfall und Bildungsgerechtigkeit.

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NRW.   In NRW sind tausende Lehrerstellen unbesetzt – die meisten davon an Grundschulen, teilte das Schulministerium jetzt mit.

Die Zahl der unbesetzten Lehrerstellen in Nordrhein-Westfalen ist weiter angewachsen. Aktuell fehlten Pädagogen für rund 8000 Stellen, gab Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am Donnerstag bekannt. Bei der vorherigen Erhebung im Juli waren es noch 4400 offene Stellen in NRW.

Feller erklärte das gewachsene Besetzungsproblem mit „der bundesweit angespannten Situation auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt“ und zusätzlich geschaffenen Stellen etwa für die Flüchtlingsbeschulung, die noch ausgeschrieben werden müssten.

Handlungskonzept für die bessere Unterrichtsversorgung angekündigt

„Die Bildungskatastrophe ist noch viel größer als angenommen“, sagte SPD-Schulexpertin Dilek Engin und warf der Landesregierung vor, das Ausmaß des Lehrermangels lange verschleiert zu haben und nicht zu wissen, „an welchen Schulen genau das Personal fehlt“. Feller will am 14. Dezember dem Landtag ein Handlungskonzept für die bessere Unterrichtsversorgung in NRW vorlegen.

Die schwarz-grüne Koalition hat versprochen, trotz der heute schon zahlreichen offenen Stellen bis 2027 noch einmal zusätzlich 10.000 neue Lehrkräfte einzustellen. Experten halten das für kaum machbar, weil die Universitäten gar nicht so schnell ausreichend neue Pädagogen ausbilden könnten.

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