Umwelt und Klima

Klimawandel in NRW: Diese negativen Folgen fürchtet das Land

Die Tendenz zu höheren Temperaturen nimmt zu. Mit ernsten Folgen.  Foto:

Die Tendenz zu höheren Temperaturen nimmt zu. Mit ernsten Folgen. Foto:

Foto: Ralf Rottmann / Funke Foto Services

Düsseldorf.  Immer schön warm und trocken? Nein, die NRW-Bürger haben keinen Grund, sich auf den Klimawandel zu freuen.

Es gibt in NRW keinen Grund, die Folgen des Klimawandels mit Gelassenheit zu betrachten. Auch in unserem Bundesland seien „vor allem negative Effekte“ zu erwarten, schreiben gleich drei Ministerien (Umwelt, Wirtschaft, Heimat) in einer Antwort auf eine AfD-Anfrage. Der Fragesteller hatte auf Studien hingewiesen, wonach der Klimawandel zumindest in manchen Weltregionen angeblich auch günstige Auswirkungen haben könne.

Zwar dürfte es künftig im Winter einen geringeren Heizbedarf geben. Dem steht aber „ein erhöhter Kühlungsbedarf im Sommer“ gegenüber. Wie in den vergangenen Sommern zu sehen war, leiden Menschen, Tiere und Pflanzen sehr unter der Hitze.

Auch die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels seien nicht zu unterschätzen: „Allergiker leiden besonders, denn der Pollenflug verlängert sich durch den Klimawandel und auch weitere gesundheitliche Folgen durch den Klimawandel sind anzunehmen.“ Ganze Branchen, wie zum Beispiel der Wintertourismus in NRW, müssten sich auf die klimatisch verändernden Rahmenbedingungen einstellen.

Mit Schnee ist weiter zu rechnen, aber kürzer und intensiver

Wie sich der fortschreitende Klimawandel auf den Straßen-Winterdienst in NRW auswirkt, sei schwer vorhersehbar. Bisherige Forschungen lassen vermuten, „dass in Zukunft häufiger kurze aber intensive Winterereignisse auftreten, gefolgt von Zeiträumen mit weniger winterlicher Witterung.“ Bis zum Jahr 2030 werde sich der Aufwand für den Winterdienst voraussichtlich nicht signifikant ändern. Straßen.NRW verbrauche zwischen 40.000 und 280.000 Tonnen Streusalz pro Jahr. Auch in Zukunft dürften der Winterdienstaufwand und der Salzverbrauch in den einzelnen Wintern stark variieren.

Wer davon träumt, dass der Klimawandel NRW in eine große Weinbauregion verwandelt, dürfte enttäuscht werden. „Durch die prognostizierte Temperaturerhöhung würden sich die möglichen Anbaugebiete wärmebedürftiger Kulturen wie Mais, Wein oder Soja voraussichtlich verschieben beziehungsweise ausdehnen. „Von einem flächendeckenden Anbau solcher Kulturen in NRW ist jedoch nicht auszugehen“, so die Landesregierung.

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