Todesfall

Nach Todesfall: Neue rechte Demo in Köthen geplant

Haseloff in Köthen: Man muss auch klare Kante zeigen

In Sachsen-Anhalt wird des am Samstag gestorbenen jungen Mannes gedacht.

In Sachsen-Anhalt wird des am Samstag gestorbenen jungen Mannes gedacht.

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Köthen  Erneut sind in Köthen nach dem Tod eines 22-Jährigen Demos geplant. Die rechte Szene mobilisiert, ein Bündnis ruft zum Gegenprotest.

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Die Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt kommt nicht zur Ruhe: Eine Woche nach dem Tod eines 22-Jährigen sind für Sonntag erneut zwei Demonstrationen angekündigt worden. Zu einer Demonstration mobilisiert die rechte Szene . Dagegen rufen mehrere Bündnisse gegen Rechts zum Gegenprotest auf. Bereits für Samstag will die Stadt Köthen gemeinsam mit der Evangelischen Landeskirche Anhalts den Marktplatz der Stadt mit Kreidesymbolen des Friedens verzieren.

Zu den möglichen Teilnehmerzahlen der angemeldeten Demonstrationen wollte die Polizei in Dessau-Roßlau am Freitag keine Angaben machen. Im Internet mobilisiert der rechtsgerichtete, brandenburgische Verein „Zukunft Heimat“, unterstützt unter anderem von „Pegida“, der rechtsextremen Plattform „Ein Prozent“ sowie AfD-Politikern und ruft zur Teilnahme an der Demonstration am Sonntag auf. Vor einer Woche hatten an dem Aufmarsch in Köthen 2.500 Demonstranten teilgenommen , darunter laut Innenministerium bis zu 500 Teilnehmer aus der rechten Szene . Die Demonstration am Sonntag könnte eine ähnliche Größenordnung haben.

Gegendemonstranten setzen sich für plurale Gesellschaft ein

Die Gegendemonstration steht unter dem Motto „Klar und deutlich: Der extremen Rechten entgegentreten! Für eine offene und plurale Gesellschaft“. In dem Aufruf, der auch von Grünen und Linken unterstützt wird, heißt es dazu: „Jede weitere Verharmlosung der Ereignisse eröffnet der extremen Rechten weitere Spielräume, jede weitere Relativierung verhindert zu verstehen, was sich hier gesellschaftlich und politisch entwickelt.“

Landesinnenminister ruft nach Köthen zur Besonnenheit auf

Nach dem Tod eines 22-jährigen Deutschen in Köthen forderte der Innenminister von Sachsen-Anhalt Holger Stahlknecht (CDU) dazu auf, im Internet kursierenden Gerüchten über den Tathergang keinen Glauben zu schenken.
Landesinnenminister ruft nach Köthen zur Besonnenheit auf

Am vergangenen Samstagabend war in Köthen ein 22-Jähriger nach einer Auseinandersetzung gestorben. Er soll versucht haben, sich schlichtend in einen Streit mit mehreren Afghanen einzumischen. Zwei Afghanen sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen. Laut Obduktion starb der Mann, der eine Herzerkrankung hatte, an einem Herzinfarkt. (epd/sige)

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