Justiz

NRW will alle Sicherungsverwahrten in Werl unterbringen

Die Justizvollzugsanstalt in Werl.

Die Justizvollzugsanstalt in Werl.

Foto: WR

Werl.  Das Land NRW baut für 80 Millionen Euro eine zentrale Unterbringung seiner Sicherungsverwahrten. Bis 2015 soll auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Werl ein neues Gebäude mit 150 Plätzen entstehen. Dann gibt es 20 Quadratmeter für jeden. Bislang sind die 106 Männer übers ganze Land verteilt.

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Nordrhein-Westfalen will alle sicherungsverwahrten Straftäter ab 2015 zentral in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl unterbringen. Bereits 2013 soll auf dem JVA-Gelände im Kreis Soest ein neues Gebäude erreichtet werden. Auf Anfrage teilte das NRW-Justizministerium mit, dass letzte Fragen des Denkmalschutzes ausgeräumt worden seien. Für den Neubau müssen Häuser für Bedienstete abgerissen werden. Die Kosten für den Umbau betragen 80 Millionen Euro.

Bisher leben in Werl 44 Straftäter, die wegen besonderer Gefährlichkeit nach Verbüßung ihrer Haftstrafe nicht entlassen werden können. „Wenn es gut läuft, können schon 2015 in Werl zentral 150 Plätze eingerichtet werden“, sagte Peter Marchlewski vom NRW-Justizministerium. Heute gibt es in NRW 106 männliche Sicherungsverwahrte – davon sind noch 51 in der JVA Aachen untergebracht, fünf in Gelsenkirchen, drei in Willich (Kreis Viersen), zwei in Hövelhof (Kreis Paderborn) und einer auf der geschlossenen Pflegestation in der JVA-Klinik Fröndenberg (Kreis Unna).

In Werl stehen den Sicherungsverwahrten Einzelräume mit jeweils 20 Quadratmetern und abgetrenntem Sanitärbereich sowie Freizeit- und Sporteinrichtungen zur Verfügung. Für 60 Verwahrte sind Arbeitsmöglichkeiten vorgesehen.

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