Landes-Offensive

NRW will bei den Bürgern mehr Heimatgefühl wecken

Wanderer blicken von einem Aussichtsturm.

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Wanderer blicken von einem Aussichtsturm. Foto: dpa

Düsseldorf.  Die NRW-Landesregierung lädt zum ersten „Heimatkongress“ des Landes ein. Man will das Thema nicht den Rechtspopulisten überlassen.

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Die NRW-Landesregierung möchte in diesem Jahr die Heimatgefühle der Bürger wecken und lädt am 17. März zum ersten Mal zu einem großen „Heimatkongress“ des Landes ein. In Münster sollen dann Vertreter der drei großen Heimatverbände sowie der NRW-Stiftung beraten, wie Menschen für ihre Heimat begeistert werden können.

„Der Kongress ist insbesondere eine Einladung an Ehrenamtliche, ihre Ideen einzubringen. Wir wollen die Anregungen aufgreifen und umsetzen, denn Heimat kann nicht von oben verordnet werden, sondern muss von den Menschen ausgehen“, sagte die erste Heimatministerin des Landes NRW, Ina Scharrenbach (CDU).

„Das Thema nicht den Rechtspopulisten überlassen“

„Münster ist Veranstaltungsort, weil 2018 dort der 370. Jahrestag des Westfälischen Friedens gefeiert wird“, erklärte die Ministerin. In der Stadt, in dem einst die Verträge unterschrieben wurden, die den Dreißigjährigen Krieg beendeten, wird es im März unter anderem darum gehen, wie Kinder und Jugendliche Heimatliebe entdecken, wie Städte und Dörfer Identität stiften und wie Smartphones zur „Quelle von Heimat“ werden können. Für 2019 plant die Regierung eine spezielle „Heimat-App“ für Smartphones. An der Konferenz nehmen neben der NRW-Stiftung der Westfälische Heimatbund, der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz sowie der Lippische Heimatbund teil.

Aus vielen Parteien heraus ist inzwischen der Ruf zu hören, „Heimat“ und „Identität“ nicht der Lesart von Rechtspopulisten zu überlassen. Kürzlich hatte SPD-Landeschef Michael Groschek gegenüber dieser Redaktion gesagt, die SPD solle zu einer „linken, fortschrittlichen Heimatpartei“ werden. Er freue sich über jeden, „der das Thema Heimat für sich entdeckt und nicht den Rechten überlässt“.

In Bayern gibt es schon seit geraumer Zeit ein an das Finanzressort angeschlossenes Heimatministerium. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gründete nach der Landtagswahl ein Heimatministerium mit Ina Scharrenbach an der Spitze. Sie kümmert sich außerdem um die Bereiche Kommunales, Bauen und Gleichstellung. Seit Dezember lässt Scharrenbach populäre „Heimatbotschafter“ wie Heino und die Sprinterin Gina Lückenkemper für NRW werben.

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