US-Wahlkampf

Obama wirft Trump Panikmache vor Einwanderern vor

Schätzungsweise mindestens 3500 Flüchtlingen sind auf dem Weg von Honduras in die USA.

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Miami  In drei Tagen sind Kongresswahlen in den USA. Präsident Trump schürt massiv Ängste vor Migranten. Nun meldet sich der Amtsvorgänger.

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Wenige Tage vor den Kongresswahlen in den USA am Dienstag (6. November) hat Ex-Präsident Barack Obama seinen Amtsnachfolger Trump scharf attackiert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Miami warf Obama Trump vor, bewusst Ängste vor Migranten zu schüren.

Alle wichtigen Fragen und Antworten zu den Kongresswahlen finden Sie hier.

„Sie erzählen Euch, dass ein Haufen armer Flüchtlinge tausende Meilen entfernt eine existentielle Bedrohung für Amerika darstellt“, sagte der Demokrat am Freitag (Ortszeit). Es sei „politische Show“, dass Trump Soldaten an die Grenze zu Mexiko schicke, um Einwanderer aus Lateinamerika aufzuhalten. Die Republikaner wollten den Menschen Panik machen, um von ihrer schlechten Regierungsbilanz abzulenken, so Obama.

Trump schickt Soldaten gegen Einwanderer

Obama bezog sich damit auf eine Gruppe von etwa 4000 Menschen aus Mittelamerika, die sich auf der Flucht vor Elend und Bandengewalt in Richtung USA aufgemacht haben. Zurzeit ist die „Karawane“ noch etwa 1300 Kilometer Luftlinie von der US-Grenze entfernt.

US-Präsident Trump will ihretwegen bis zu 15.000 Soldaten an die Grenze zu Mexiko schicken – das entspricht der US-Truppenstärke in Afghanistan. Die Soldaten sollen laut Trump den Grenzschutz bei logistischen Aufgaben unterstützen. Einwanderer festnehmen dürfen sie nicht.

Trump macht mit den Migranten massiv Wahlkampf , überzeichnet die Lage stark und bedient sich dabei einer hetzerischen Rhetorik. Er spricht von einer „Invasion“ und einer Gefahr für die nationale Sicherheit der USA. (dpa/küp)

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