Air Berlin-Pleite

Forderung an Lufthansa: „Priorität haben die Arbeitsplätze“

Nach der Übernahme der Air Berlin durch die Lufthansa fordert der CDU-Politiker Jarzombek den Erhalt von Arbeitsplätzen in Düsseldorf

Foto: Rüdiger Wölk

Nach der Übernahme der Air Berlin durch die Lufthansa fordert der CDU-Politiker Jarzombek den Erhalt von Arbeitsplätzen in Düsseldorf Foto: Rüdiger Wölk

Düsseldorf.   Der Düsseldorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU) sieht die Lufthansa nach der Air Berlin-Pleite in der Verantwortung.

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Nach der Pleite der Air Berlin, die in großen Teilen durch Lufthansa übernommen wird und längst den Betrieb eingestellt hat, äußerte sich nun der Düsseldorfer CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek: „Es ist erfreulich, dass ein traditionsreiches Unternehmen aus Deutschland große Teile von Air Berlin übernimmt. Jetzt muss es aber auch seiner Verantwortung gerecht werden.“

Keine Verlagerung des Luftverkehrs an andere Standorte

Die Übernahme dürfe nicht zulasten des wichtigen nordrhein-westfälischen Drehkreuzes und der Arbeitsplätze am Düsseldorfer Standort gehen. „Air Berlin war bisher stark in Düsseldorf engagiert, während sich Lufthansa auf die Drehkreuze in Frankfurt und München konzentriert hat“, so Jarzombek. Eine Verlagerung des Flugverkehrs zu anderen Standorten müsse verhindert werden.

„Lufthansa muss ein positives Signal senden“

Außerdem sollte die Sicherung der Arbeitsplätze am Düsseldorfer Standort oberste Priorität haben. So werde zum Beispiel der Abbau bzw. der Umzug der etwa 900 Arbeitsplätze der Air Berlin-Technik in Düsseldorf befürchtet. „Deshalb ist es wichtig, dass Lufthansa ein deutliches positives Signal an die Belegschaft in Düsseldorf sendet“, so Jarzombek. Die Arbeitnehmer in Düsseldorf müssten wissen, was sie erwartet. Die Unsicherheit über die Zukunft der Arbeitsplätze müsse daher schnell im Sinne der Angestellten beendet werden.

OB Geisel soll mit Lufthansa sprechen

„Ich erwarte, dass Oberbürgermeister Geisel schon in Gespräche mit Lufthansa eingetreten ist. Schließlich ist er auch gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Düsseldorfer Flughafens.“ Der OB müsse sich für den Erhalt der Arbeitsplätze am Flughafen einsetzen. Jarzombek: „Ich habe bereits im Oktober einen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa geschickt sowie ein persönliches Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden von Eurowings geführt, in dem ich mich für den Erhalt der Arbeitsplätze in Düsseldorf stark gemacht habe.“ Nur wenn Politik gemeinsam den Druck erhöhe, werde man für Düsseldorf erfolgreich sein.

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