Oberlandesgericht

Prozess gegen drei mutmaßliche IS-Terroristen hat begonnen

Der Angeklagte Mohammed Y. sitzt im Düsseldorfer Gerichtssaal auf der Anklagebank.

Der Angeklagte Mohammed Y. sitzt im Düsseldorfer Gerichtssaal auf der Anklagebank.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Düsseldorf.   Die Iraker sitzen seit Juni in Untersuchungshaft. Ihnen werden unter anderem Hinrichtungen und Sprengstoffanschläge vorgeworfen.

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Drei Iraker müssen sich seit Montag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht als mutmaßliche Terroristen des sogenannten Islamischen Staats (IS) verantworten. Einer habe als Jugendlicher 13 blutige Sprengstoffanschläge verübt, führt die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklage aus.

Dabei habe es Tote und Verletzte gegeben, darunter Angehörige der US-Streitkräfte, irakische Soldaten und Polizisten sowie Zivilisten. Dem zweiten Angeklagten wird vorgeworfen, Hinrichtungen von Männern, Frauen und Kindern abgesichert zu haben. Der Dritte soll Hinrichtungen und Bestrafungsaktionen gefilmt haben.

Mutmaßliche IS-Terroristen schweigen zum Prozessauftakt

Die drei im Alter von 27 bis 29 Jahren waren im Juni 2018 gefasst worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Sie sollen im Westirak aktiv gewesen sein. Festgenommen wurden sie in Bottrop, Dortmund und in Bayern im Landkreis Amberg-Sulzbach. In Deutschland hatten die Männer - zum Teil mehrfach - Asyl beantragt.

Ihre Asylanträge seien zwar abgelehnt worden, wegen der Situation im Irak sei ihnen aber subsidiärer Schutz gewährt worden, berichtete ein Vertreter der Bundesanwaltschaft am Rande des Prozesses. Zu den Vorwürfen schwiegen sie beim Prozessauftakt. Das Gericht hat für den Fall bis Ende August 18 Verhandlungstage angesetzt. (dpa)

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