Außenminister

Maas sitzt in Mali fest – und verpasst Geburtstag des Sohnes

Außenminister Heiko Maas (SPD, 2.v.r) unterhält sich mit Soldaten im Feldlager Koulikoro.

Außenminister Heiko Maas (SPD, 2.v.r) unterhält sich mit Soldaten im Feldlager Koulikoro.

Foto: Michael Fischer / dpa

Bamako  Wieder ein defekter Regierungsflieger, dieses Mal trifft es Bundesaußenminister Maas. Der verpasst deshalb einen wichtigen Termin.

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Das hatte sich Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sicher anders vorgestellt. Weil schon wieder eine Regierungsmaschine nicht abheben kann, muss der Minister länger im westafrikanischen Mali bleiben.

Besonders bitter: Maas verpasst dadurch einen wichtigen Termin. „Das Schmerzhafteste für mich persönlich ist, dass ich den Geburtstag meines Sohnes verpasse“, sagte der Außenminister am Freitag in Mali. „Aber er hat Gott sei Dank Verständnis dafür.“

Hydraulikschaden am Regierungsflieger

Die Maschine vom Typ A319 konnte ihn am Donnerstagabend nicht wie geplant von der malischen Hauptstadt Bamako zurück nach Berlin fliegen. An diesem Freitag nun soll eine Ersatzmaschine den SPD-Politiker zurückbringen. Die Landung in Berlin ist für kurz nach Mitternacht geplant.

Grund für den verlängerten Aufenthalt war wohl ein Hydraulikschaden an dem Airbus. Maas hatte sich am Donnerstag zunächst entschieden, in Bamako zu übernachten.

Merkel kam wegen Flugzeugpanne verspätet zum G20-Gipfel

Zuletzt hatte es wiederholt Probleme mit Regierungsmaschinen gegeben. Ende Januar konnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen eines Defekts der Maschine „Theodor Heuss“ erst mit drei Stunden Verspätung von Äthiopien nach Berlin zurückfliegen. Anfang Januar hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf seiner Afrika-Reise aufgrund eines Flugzeug-Defekts seinen Stopp in Namibia streichen müssen. Damals brachte eine Panne an einer Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr den Terminplan durcheinander. Und im Oktober legten Nagetiere in Indonesien die Maschine von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) lahm.

Besonders ärgerlich war die Panne am Regierungsjet „Konrad Adenauer“, die Angela Merkel Ende Dezember eine verspätete Anreise zum G20-Gipfel in Buenos Aires einbrockte. Die Maschine war bereits über den Niederlanden, als sie wenden und in Köln zwischenlanden musste.

Drei neue Langstreckenmaschinen sollen beschafft werden

Der CSU-Politiker Müller hatte sich lautstark über die Pannen beschwert. Sie seien ein Debakel für Deutschlands Ruf als High-Tech-Land, schimpfte er, das Ganze schade der Marke „Made in Germany“.

Derzeit gehören 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier zur Flugbereitschaft. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat inzwischen die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben. „Das ist auch nötig, ich glaube, das merken alle“, sagte sie Anfang Februar bei der Verkündung dieses Schritts.

(jb/ba/dpa)

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