Altervorsorge

Rente: Wie Sie ohne Abzüge in Frührente mit 63 gehen können

| Lesedauer: 5 Minuten
Was Sie jetzt über die Frührente wissen müssen

Was Sie jetzt über die Frührente wissen müssen

Das Wort "Frührente" kann für verschiedene Arten von Renten stehen. Einen Überblick erhalten Sie in diesem Video.

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Wer ohne Abzüge in Frührente gehen will, muss zahlreiche Voraussetzungen beachten. Lesen Sie hier, was es alles zu beachten gibt.

  • Wie kann man früher in Rente gehen, ohne dabei Abzüge zu riskieren?
  • Es gibt ein paar Tipps, die man beachten sollte
  • Allerdings gelten diese nicht für alle: Wir zeigen, wie die Rente mit 63 möglich ist

So viel wie möglich vom Ruhestand genießen, bedeutet für viele Menschen auch so früh wie möglich in Rente zu gehen. Doch wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Beruf ausscheiden möchte, muss einiges beachten. Wer überhaupt Frührente beantragen kann und wer mit welchen Abzügen rechnen muss, lesen Sie im Überblick. Lesen Sie hier: Über dieses Problem bei der Rente spricht kaum jemand – Und es wird immer größer

Welche Arten von Frührente gibt es?

Der Begriff "Frührente" an sich ist etwas irreführend. Häufig ist mit Frührente die "Rente mit 63" gemeint, die im Beamtendeutsch wiederum als "Altersrente für besonders langjährig Versicherte" bezeichnet wird. Es gibt aber auch andere Bedingungen unter denen man früher als das Regelalter in Rente gehen kann. Dabei handelt es sich dann aber meistens um eine Erwerbsminderungsrente. Lesen Sie hier: Diese Berufe gehen besonders früh in Rente.

Zudem gibt es bestimmte Berufsgruppen wie Beschäftigte bei der Feuerwehr oder im Bergbau, die aufgrund hoher Arbeitsbelastung einen niedrigeres Renteneintrittsalter haben. Lesen Sie hier: Rentenerhöhung für 2022 erwartet.

Wie funktioniert die "Rente mit 63"?

Die "Rente mit 63" funktioniert ohne Abzüge tatsächlich nur für Personen, die vor 1953 geboren sind. Denn für die Jahrgänge danach wird das Renteneintrittsalter von 65 Jahren schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Diese Grenze gilt dann für alle, die ab 1964 geboren sind. Für sie müsste es dann korrekterweise "Rente mit 65" heißen.

Egal ob mit 63 oder 65 die zweite Voraussetzung, um ohne Abzüge in Frührente gehen zu können, ist die Anzahl der Versicherungsjahre. Wer 45 Jahre und damit eben "besonders langjährig" rentenversichert ist, bekommt die volle Altersrente. Für die Anzahl der Versicherungsjahre zählt nicht nur jeder Monat, in dem man einer regulären Arbeit nachgegangen ist. Es zählen beispielsweise auch Monate, in denen man freiwillig in die Rentenversicherung einbezahlt hat. Weiterhin kann angerechnet werden:

  • Freiwilliges soziales Jahr, Wehr- und Zivildienst
  • Kindererziehungszeit bis zum zehnten Lebensjahr
  • Pflegezeit eines Angehörigen
  • Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Zeiten in denen Krankengeld gezahlt wurde, werden unter bestimmten Voraussetzungen einberechnet

Wie funktioniert die Frührente mit Abzügen?

Es gibt auch die Möglichkeit in Frührente zu gehen, wenn man nur 35 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Dann gilt man aber "nur" als "langjährig versichert" und muss mit Abzügen rechnen. Für jeden Monat, den man vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand geht, wird die Rente um 0,3 Prozent gekürzt. Insgesamt ist die maximale Kürzung aber auf 14,4 Prozent gedeckelt.

Die Rente wird bei einem frühzeitigen Ruhestand zusätzlich zu den prozentualen Kürzungen weiter vermindert. Denn in den bis zur Regelaltersgrenze fehlenden Monaten, wird dann kein Pflichtbeitrag mehr in die Rentenversicherung eingezahlt. Die Erhöhung der Rente durch diese Beiträge bleibt also aus.

Die Abzüge bleiben die komplette Rentenzeit über bestehen und werden nicht hochgestuft, wenn der Beitragsempfänger die Regelaltersgrenze erreicht.

Allerdings gibt es die Möglichkeit, diese Abzüge mittels freiwilliger Zahlungen im Vorhinein ganz oder teilweise auszugleichen. Zum Beispiel würde bei einer Bruttorente von 800 Euro im Monat in den alten Bundesländern und einem Jahr vorzeitigem Rentenbeginn die Rentenminderung 3,6 Prozent oder 28,80 Euro betragen.

Zum vollen Ausgleich dieser Minderung müsste ein Betrag von rund 6750 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Derartige Ausgleichszahlungen können ab dem 50. Lebensjahr geleistet werden.

Wie beantrage ich Frührente?

Generell muss jede gesetzliche Rente beantragt werden, damit die Auszahlung beginnt. Wenn die Voraussetzungen für eine Frührente erfüllt sind, empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) den Antrag mindestens drei Monate vor dem geplanten Beginn der Rente zu stellen.

Dafür werden auf jeden Fall die Rentenversicherungsnummer, ein Ausweis oder eine Geburtsurkunde, die Steueridentifikationsnummer, ein Nachweis über Kranken- und Pflegeversicherung sowie eine internationale Kontonummer benötigt. Dazu kommen weitere individuelle Nachweise, über die die DRV auf ihrer Homepage informiert. (jas mit dpa)

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