Unterricht

Lehrer vom Gymnasium sollen an Grundschulen arbeiten

Gymnasial- und Gesamtschullehrer sollen künftig an Grundschulen arbeiten und den dortigen Lehrermangel eindämmen.

Gymnasial- und Gesamtschullehrer sollen künftig an Grundschulen arbeiten und den dortigen Lehrermangel eindämmen.

Düsseldorf.  Der Lehrermangel an den Grundschulen soll künftig durch Gymnasial- und Gesamtschullehrer eingedämpft werden, kündigt das NRW-Schulministerium an.

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Gymnasial- und Gesamtschullehrer sollen in Nordrhein-Westfalen die Personallücken an Grundschulen füllen. Mehr als 2400 Lehramtsanwärtern und Lehrern der Sekundarstufe II, die noch keine Stelle haben, sei ein vorübergehender Job in Grundschulen angeboten worden, teilte das NRW-Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit.

"Ich bitte Sie zu prüfen, ob Sie sich zu Beginn Ihres Berufslebens eine zweijährige Tätigkeit an einer Grundschule vorstellen könnten", schrieb Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an die Lehramtsanwärter. Wer auf das Angebot eingehe, werde sofort in ein Dauerbeschäftigungsverhältnis übernommen. Zudem bekomme jeder Lehrer die Zusage, zwei Jahre später an eine Schule der Sekundarstufe II versetzt zu werden.

Die Lehrer sollen zunächst eine entsprechende Qualifizierung erhalten. Als Ursachen für den Lehrermangel an den Grundschulen nannte das Ministerium vor allem die verlängerte Ausbildung sowie einen gestiegenen Lehrerbedarf für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Gymnasien und Gesamtschulen hätten hingegen einen wachsenden Überschuss an Bewerbern zu verzeichnen. (dpa)

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