Bluttat in Voerde

Tödlicher Stoß vor Zug: Innenminister Reul ist schockiert

Der Tatort in Voerde.

Der Tatort in Voerde.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Hamminkeln/Voerde.  Nach dem Todesstoß in Voerde herrscht Rätselraten über das Motiv des Täters. Innenminister Reul: Erst Ermittlungen, dann weitere Schlüsse ziehen.

Nach dem tödlichen Stoß vor einen Zug in Voerde herrscht noch immer Ratlosigkeit über die Motive des Täters. Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich am Montag schockiert von der Tat. „Was jemanden antreibt, eine junge Frau offenbar aus dem Nichts heraus vor einen Zug zu stoßen, werden die Ermittlungen zeigen. Wir müssen uns das genau ansehen und analysieren, welche Schlüsse sich daraus ziehen lassen“, sagte Reul der NRZ.

Der 28-Jährige, der am Samstag am Voerder Bahnhof eine 34-jährige Mutter völlig unvermittelt vor einen einfahrenden Zug gestoßen hatte, schweigt bis lang. Er soll psychiatrisch begutachtet werden. Offenbar standen Täter und Opfer in einer keiner Beziehung, es soll auch nicht zu einem Streit auf dem Bahnsteig gekommen sein. Der Mann ist seit etwa einem Jahr in Brünen gemeldet, einem Stadtteil von Hamminkeln.

Nachbarn berichten darüber, dass er dort immer wieder randaliert und Menschen bedroht habe. Bei der Polizei war der Mann wegen Diebstählen, Einbrüchen und Körperverletzungen bekannt. Er soll auch auch zwei Freiheitsstrafen als Ersatz für Geldbußen verbüßt haben.

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