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Verwirrung um Nachfolge von Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen (CDU).

Ursula von der Leyen (CDU).

Foto: Uwe Anspach / dpa

Berlin.  Ursula von der Leyen will am Mittwoch als Bundesverteidigungsministerin zurücktreten. Zwei Namen wurden zunächst als Nachfolger gehandelt.

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In Berlin kursierten am Dienstagabend vor allem zwei Namen, die der designierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nachfolgen könnten.

Nach Information der Deutschen Presse-Agentur, die sich auf Kreise aus dem CDU-Präsidium beruft, soll CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer neue Verteidigungsministerin werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

Wie die „Rheinische Post“ und auch unsere Redaktion zunächst berichtete, galt Jens Spahn als Favorit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor angekündigt, sehr „sehr schnell“ über die Nachfolge zu entscheiden. Diese wichtige Funktion könne man nicht lange offenlassen, sagte die Kanzlerin am Dienstag in Berlin.

Ursula von der Leyen schreibt Brief an Soldatinnen und Soldaten

In einer offiziellen Mitteilung richtete sich von der Leyen an die Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten. „Ich bin sehr dankbar und fühle mich tief geehrt, dass ich mehr als fünfeinhalb Jahre Verantwortung für die Bundeswehr tragen durfte“, heißt es darin.

Und weiter: „Die Soldatinnen und Soldaten und die zivilen Beschäftigten der Bundeswehr leisten einen unschätzbaren Dienst für unser Land.“

Die Bundeskanzlerin sei über diesen Schritt informiert und wird die notwendigen Schritte für einen verantwortungsvollen Übergang im Sinne der Bundeswehr und der Sicherheit Deutschlands einleiten, heißt es außerdem in dem Brief.

Hintergrund: Ursula von der Leyen – Das Erbe der Verteidigungsministerin

Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer würdigte die Rücktrittsankündigung der Verteidigungsministerin indes als „klares Signal an Europa“. „Kandidatur ohne Netz und doppelten Boden“, teilte Kramp-Karrenbauer am Montagabend auf Twitter mit. „Eine solche Kandidatin macht deutlich, dass es ihr um Europa geht. Eine solche Kandidatin hat Unterstützung im Parlament verdient.“

(les/dpa)

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