Verkehr

33 Baustellen zum Ferienstart an Rhein und Ruhr

Stau, hier auf der A3 bei Köln in Richtung Oberhausen, erwartet die Autofahrer wieder besonders zum Ferienstart.

Foto: Rolf Vennenbernd

Stau, hier auf der A3 bei Köln in Richtung Oberhausen, erwartet die Autofahrer wieder besonders zum Ferienstart. Foto: Rolf Vennenbernd

An Rhein und Ruhr.   In NRW droht mit Beginn der Sommerferien wieder einmal Stillstand im großen Stil. Freitagnachmittag und Samstagvormittag wird’s besonders voll.

Mit Megastaus wie an den langen Wochenenden, beispielsweise Fronleichnam, rechnen die Verkehrsexperten zwar nicht. Dennoch dürfte es reichlich Stop-and-go auf den Autobahnen geben, wenn NRW ab Freitag in die Sommerferien startet. „Gegen 14 Uhr“, sagt Stephan Lamprecht von der Landesbehörde „Straßen NRW“, „wird’s vermutlich voll, und zwar bis in die Abendstunden hinein.“ Auch der Samstagvormittag gilt als Zeitpunkt, an dem man tunlichst die Schnellstraßen meiden sollte.

Wo es am meisten Stillstand geben dürfte, ist der beistehenden Grafik zu entnehmen. „Straßen NRW“ verzichtet wie üblich an solchen Risikotagen ab mittags auf Tagesbaustellen für Grünschnitt und Ähnliches. Die großen Stau-Bereiche räumlich zu umfahren, bringe erfahrungsgemäß wenig, warnen die Verkehrsexperten, sinnvoller sei es, den Verkehrsspitzen zeitlich auszuweichen. Die aktuelle Lage auf den Autobahnen in NRW kann man im Internet über die Seite www.verkehr.nrw.de ansteuern, auf der auch 200 Webcams aufzurufen sind.

In den Ferien wird ziemlich viel gebuddelt

Die Reisewelle an Rhein und Ruhr wird derzeit an 33 Stellen wegen Baustellen erheblich ausgebremst. Allein die wichtige Nord-Süd-Achse A1 pflastern sieben große Baustellen. Besonders der Bereich rund um Lotte/Osnabrück gilt dabei als fast garantierte Stau-Zone. Erhöhte Stillstandgefahr auf der Berlin-Route A2 droht zwischen Herten und Recklinghausen und von Dortmund-Nordost bis zum Kamener Kreuz. Viermal wird gebuddelt entlang der Sauerlandroute A45 – dabei geht es vor allem um Brückenarbeiten. Der Raum Siegen wird voraussichtlich besonders vom Stillstand betroffen sein.

Wichtig für alle, die den „Friesenspieß“ A31 ab Bottrop in Richtung Nordsee-Urlaub nutzen wollen: Zwischen dem Autobahndreieck Bunde und der Abfahrt Weener auf niedersächsischem Gebiet lauert ein 1 Kilometer langer Abschnitt, der in beiden Fahrtrichtungen lediglich einspurig befahrbar ist – höchste Gefahr also für jene NRW-Stau-Flüchtlinge, die dachten, das Schlimmste sei überstanden.

Straßen NRW nutzt die Zeit

Die eher verkehrsarme Zeit in den Sommerferien nutzt „Straßen NRW“, um in der Region mächtig zu buddeln. Dazu werden auch wichtige Verbindungen zeitweise gesperrt. Die A52 (Düsseldorf-Essen) trifft es an zwei Wochenenden, weil dort Flüsterasphalt aufgetragen wird. Zuerst wird die Strecke zwischen Essen-Kettwig und Essen-Rüttenscheid in Richtung Bochum von Freitagabend, 21, Juli, bis Montagfrüh, 24. Juli, gesperrt. In Gegenrichtung Düsseldorf ist die Sperrung für die Zeit vom 28.-31. Juli angesetzt.

Auf der A40 muss in Höhe der Rheinbrücke Neuenkamp die Fahrbahn in Richtung Venlo saniert werden. Daher wird diese Strecke zwischen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen vom 11.-14. August gesperrt.

>>INFO<<

Wer mit dem Elektroauto in die Ferien aufbrechen will, kann auf den Autobahnen an Rhein und Ruhr 18 Schnellladestationen ansteuern. An jedem Standortkönnen Fahrzeuge aller gängigen Ladestandards (CCS, CHAdeMO, AC Typ 2) mit Ladeleistungen bis zu 50kW aufgeladen werden. Je nach Fahrzeugtyp erreicht ein Wagen binnen 30 Minuten wieder bis zu 80 Prozent seiner Gesamtleistung.

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