Extra Drei

Augen auf bei der Zahnpflege!

Schenken Sie eigentlich Ihrem Zahnputzbecher genug Beachtung? Nein? Dann sollten Sie das ändern? Womöglich ist er ein Meisterwerk aus der Vorzeit.

Karl Martin ist Brite, er arbeitet in einem Auktionshaus und umgibt sich gerne mit altem Kram. Einer breiteren Öffentlichkeit war Mr. Martin bislang nicht bekannt, was aber auch nicht schlimm ist, weder für ihn noch für alle anderen. Vor ein paar Jahren kaufte er auf einem Flohmarkt für umgerechnet knapp fünf Euro einen ollen Keramikbecher. Der fand einen schönen Platz in Herrn Martins Badezimmer, wo er fortan Zahnbürste und Zahnpasta beherbergte. Das ist nicht ganz spurlos an dem Becher vorübergegangen, aber sei’s drum. Dort stünde er übrigens womöglich auch heute noch, wenn das Auktionshaus, in dem Mr. Martin arbeitet, nicht kürzlich eine Lieferung mit antiken Keramiken erreicht hätte, die seinem Zahnputzbecher ziemlich ähnelten. Er ließ den Behälter daraufhin von einem Fachmann untersuchen und der stellte fest: Das getöpferte Badezimmerutensil stammt aus der Zeit von 1900 vor Christus und aus einer der ältesten Kulturen der Welt. Doll!

Jetzt ist Herr Martin kurzzeitig berühmt geworden - jedoch nicht reich. Er hat den Becher nämlich versteigern lassen, vermutlich, nachdem er ein paar Zahnpastaspuren beseitigt hat. Erlös: knapp 90 Euro. Das ist als Summe überschaubar, für einen usseligen Zahnputzbecher allerdings nicht ganz so schlecht.

Vielleicht sollten wir unserem Badzubehör demnächst doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken!

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