Laufsport

Mönchengladbach nimmt Anlauf zum ersten Stadtmarathon

Die Vorbereitungen für den Marathon in Mönchengladbach laufen.

Foto: Marco Kneise

Die Vorbereitungen für den Marathon in Mönchengladbach laufen. Foto: Marco Kneise

Mönchengladbach.  Zweiter Versuch: Im Juni steigt die erste Auflage des Volkslaufs mit acht Wettbewerben. 2016 verdarb ein Unwetter die geplante Premiere.

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42,195 Kilometer am Stück zu laufen, ist nicht leicht. Doch einen neuen Marathon aus dem Boden zu stampfen, den Lauf zu organisieren, Genehmigungen einzuholen und die Veranstaltung in der Szene zu etablieren, das ist wohl noch ein bisschen schwerer. In Mönchengladbach geht man das Wagnis ein: am 3. Juni mit dem Santander Marathon. Vergangenes Jahr fiel die geplante Premiere wegen eines Unwetters ins Wasser, in diesem Sommer soll es aber klappen.

„2016 mussten wir uns leider dazu entscheiden, um die Sicherheit der Läufer nicht zu gefährden“, erklärt Martin Jahrmarkt vom Ausrichter Neo Move. „Wer letztes Jahr angemeldet war, bekam aber einen Freistart für dieses Jahr.“ Das hätten knapp 1500 Läuferinnen und Läufer in Anspruch genommen, etwa 1000 weitere kamen seit dem Anmeldestart im Oktober 2016 dazu. „Da ist alles dabei“, sagt Jahrmarkt, „vom Spitzensportler bis hin zu Leuten, die nicht so gut trainiert sind.“ Starke Läufer können auf dem flachen, vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) vermessenen Rundkurs über viermal knapp 10,5 Kilometer ihre Bestzeit jagen; wer kürzer treten möchte, meldet für den Halbmarathon; Anfänger wählen die Viererstaffel für den Marathon oder sogar die Zweierstaffel für nur eine Runde.

Viel Musik an der Strecke

„Manche werden kritisieren, dass man bei uns vier Runden läuft, aber es hat auch Vorteile: Die Zuschauer können Verwandte oder Freunde öfter anfeuern, die Läufer kommen öfter an den Stellen vorbei, wo viel los ist“, sagt Jahrmarkt. „Der Spaß steht bei uns im Vordergrund. Wir haben sehr viel Musik im Rahmenprogramm, Bühnen werden aufgebaut, DJs legen auf. Den Läufern wird nicht langweilig.“

Dass man in Mönchengladbach den Eventcharakter in den Vordergrund rückt, hält Manfred Steffny, Chefredakteur des Laufmagazins Spiridon, für einen guten Ansatz, um sich mit einem neuen Stadtlauf zu etablieren. Damit haben sie junge Leute erreicht, die nach der Absage im vergangenen Jahr ihre Startnummer behalten haben“, erklärt der Marathonexperte. „Das ist eine neue Strecke, mit der man durchaus eine Chance hat.“ Als 2016 der Marathon für das selbe Wochenende wie der in Duisburg terminiert war, „hätte der Rhein-Ruhr-Marathon schon die Konkurrenz fürchten können“, sagt Steffny. In diesem Jahr liegt nur eine Woche zwischen den beiden Läufen – und etwas mehr als 42 Kilometer.

Informationen und Anmeldung auf www.santander-marathon.de

www.santander-marathon.de

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