Corona-Pandemie

Den Haag: Unruhen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

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Den Haag.  Niederländische Behörden haben gewaltbereite Hooligans für Unruhen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Den Haag verantwortlich gemacht.

Für die Unruhen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Den Haag haben die Behörden gewaltbereite Fußball-Hooligans verantwortlich gemacht. Eine Gruppe habe bewusst die Konfrontation mit der Polizei gesucht, sagte der Vorsitzende der regionalen Sicherheitsinstanzen, Hubert Bruls, am Montag im niederländischen Rundfunk.

Die Demonstration am Sonntag gegen die Corona-Regeln in den Niederlanden war zunächst friedlich verlaufen. Nach Angaben der Polizei schlug dann die Stimmung um und mehrere hundert Fußballfans randalierten. Insgesamt wurden am späten Abend rund 400 Personen festgenommen. Die meisten von ihnen kamen aber noch in der Nacht frei.

Rutte macht Hoogligans für die Ausschreitungen in Den Haag verantwortlich

Ministerpräsident Mark Rutte verurteilte die Ausschreitungen. „Total durchgeknallte Hooligans“ hätten die legitimen Proteste missbraucht, sagte Rutte im Radio. „Wir müssen echt einen Unterschied machen zu Leuten, die aus Sorge für ihre Freiheiten demonstrieren. Die haben dazu das vollste Recht, genau wie bei Demonstrationen gegen Rassismus und Diskriminierung.“

Die Demonstration der Aktionsgruppe „Virus-Wahnsinn“ war zunächst aus Sicherheitsgründen verboten worden. Nachdem dennoch rund 1000 Menschen sich auf einem Feld beim Hauptbahnhof versammelt hatten, ließ der Bürgermeister einen begrenzten Protest zu. Als dann mehrere Hundert Menschen, vorwiegend Hooligans, in die nahe gelegene City ziehen wollten, griff die Polizei ein. Das Feld beim Hauptbahnhof wurde geräumt. (dpa)

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