Wirtschaft

Diese Kreis Weseler gehören zu den 1000 reichsten Deutschen

Das Magazin Bilanz hat eine Liste mit den reichsten Deutschen veröffentlicht.

Das Magazin Bilanz hat eine Liste mit den reichsten Deutschen veröffentlicht.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Alpen/Hünxe.  Ein Wirtschaftsmagazin hat die Liste der 1000 reichsten Unternehmerfamilien veröffentlicht. Darauf stehen auch zwei Alpener und ein Hünxer.

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz veröffentlicht seit einigen Jahren die Liste der 1000 reichsten Deutschen, nun ist eine neue Version erschienen: Den ersten Platz belegt demnach der Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz mit einem geschätzten Vermögen von 41,5 Milliarden Euro. In der aktuellen Liste tauchen auch eine Unternehmerfamilie aus Alpen und ein Duisburger Firmenchef auf, der in Hünxe wohnt.

Mit einem geschätzten Vermögen von 850 Millionen Euro belegt Gerald Kassner einen geteilten 270. Platz in der Liste. Kassner ist der Chef des Duisburger Reiseveranstalters Schauinsland-Reisen und wohnt seit vielen Jahren in Hünxe. Kassner führt das Familienunternehmen seit 1997 in der dritten Generation, er übernahm es damals von seiner Mutter. Schauinland-Reisen machte zuletzt einen Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro und steht nach eigenen Angaben auf Platz sechs der Flugreiseveranstalter in Deutschland.

Vor einigen Jahren sagte Kassner bei einer Veranstaltung: „Ich bin ein richtiger Hünxer Junge, hab ja schon als Kind viel Zeit dort verbracht. Meine Großeltern hatten hier ihre grüne Zuflucht: Gute Luft, nicht weit weg von Marxloh, wo unser Geschäft ja bis 2006 stand. Meine Eltern mussten viel arbeiten, ich war gern auf dem Land und so fiel mir die Entscheidung, ganz nach Hünxe zu ziehen, nicht schwer. In Dinslaken habe ich übrigens am THG mein Abi gemacht.“

Familienunternehmer aus Alpen sind in der Liste

Ebenfalls aus dem Kreis Wesel in der Liste finden sich die Unternehmer Viktor und Nicola Lemken aus Alpen. Die Inhaber des Landmaschinenherstellers Lemken kommen auf ein geschätztes Vermögen von 250 Millionen Euro. Damit stehen sie in der Bilanz-Liste auf Platz 695.

Das Unternehmen befindet sich seit Generationen im Familienbesitz und hat eine mehr als 200 Jahre lange Geschichte – bereits 1780 gründete Wilhelmus Lemken eine Schmiede. Der Landmaschinenhersteller machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 380 Millionen Euro und beschäftigt an fünf Standorten weltweit rund 1600 Mitarbeiter. Neben dem Firmensitz in Alpen gibt es Standorte in Haren im Emsland, in Indien, Russland und China.

„In Deutschland gibt es kein Familienunternehmen im Bereich Landtechnik, das auf eine solch lange Geschichte zurückblicken kann wie wir“, sagte Nicola Lemken im vergangenen Jahr der NRZ. Gleichzeitig betonte sie, dass die Firma zu den Innovationsführern im Landwirtschaftsbereich gehört: „Wir sind sehr spezialisiert und haben gerade im Bereich der Landtechnik 4.0 noch viel vor.“

So entstand die Rangliste der reichsten Deutschen

Die Vermögenswerte in der Bilanz-Rangliste sind Schätzungen. Grundlage der Erhebung sind nach Angaben des Magazins Recherchen etwa in Registern, in Archiv-und Dokumentensammlungen, bei Vermögensverwaltern, Finanzexperten und Ökonomen, bei Anwälten und Vertretern der Rangliste selbst.

Bewertet wurden unter anderem Aktienkapital (Stand: 30. August 2019), Unternehmen (nach Umsatz, Profitabilität, Marktstellung), Kapitalanlagen, Immobilien, aber auch Kunstsammlungen und Familienstiftungen. (rku)

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