Ruhrbahn

Gehalts-Streit bei Ruhrbahn - Verdi vermutet Art Bestrafung

Ahmet Avsar, Betriebsratvorsitzender der Ruhrbahn, steht unter Druck.

Ahmet Avsar, Betriebsratvorsitzender der Ruhrbahn, steht unter Druck.

Foto: Dana Schmies

Mülheim.  Mögliche unberechtigte Gehaltssprünge des Betriebsratschefs bezeichnet Verdi als Stück aus dem Tollhaus. Es soll weitere anonyme Briefe geben.

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Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich empört über die Vorwürfe, dass der Betriebsratschef der Ruhrbahn, Ahmet Avsar, Gehaltsprünge gemacht haben soll, die ihm nicht zustanden. Anonym hatte dies jemand öffentlich gemacht. „Der Ton in den Gremien wird zunehmend rauer. Offenbar soll um jeden Preis verhindert werden, dass eine für die Belegschaft faire Betriebsvereinbarung getroffen wird, so wie sie vor der Fusion von EVAG und MVG vereinbart und zugesichert wurde“, betont Rainer Sauer, zuständiger Verdi-Gewerkschaftssekretär.

Es gebe, so Sauer, noch weitere anonyme Briefe, die auch andere Personen betreffen. Die Gewerkschaft verlange vollständige Aufklärung. Verdi habe bereits ein unabhängiges Gutachten eingefordert, das aber in Gremien der Ruhrbahn als nicht erforderlich abgetan worden sei. Sauer: „Da fragt man sich schon, ob es nur darum geht die Belegschaft abzustrafen – und zuvorderst Ahmet Avsar, der nicht einfach mitmacht, was die Geschäftsführung auf Biegen und Brechen durchdrücken will.“

Avsar, Betriebsratsvorsitzender der Ruhrbahn, hatte sich erbost über die Ungleichbehandlung beim Ruhrbahn-Personal geäußert und geplante Einsparungen beim Fahrpersonal kritisiert. Sauer: „Seit Jahren legt sich der Gewerkschafter und Ex-MVG-Betriebsrat Avsar mit seinen Kollegen mächtig ins Zeug, damit sich die Einkommen und Belastungen der rund 1100 Bus- und Bahnfahrer der Ruhrbahn nicht verschlechtern.“

Den Vorwurf, dass Avsar zu viel kassiert habe, nennt Verdi absurd: „Wenn überhaupt, dann müsse die Kritik hier ganz klar in Richtung Geschäftsführung gehen. Oder seit wann darf sich ein Mitarbeiter selber eingruppieren?“

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