Kriminalität

Gesprengte Geldautomaten: Polizei in NRW passt Strategie an

Archivbild. Weil seit jahresbeginn so viele Geldautomaten gesprengt werden, passt die Polizei in NRW Präventions- und Fahndungskonzepte an.

Archivbild. Weil seit jahresbeginn so viele Geldautomaten gesprengt werden, passt die Polizei in NRW Präventions- und Fahndungskonzepte an.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Schwelm/Weert.  Weil die Fallzahlen in 2020 so stark gestiegen sind, setzt die Polizei in NRW bei Fahndung und Prävention neue Akzente - mit erstem Erfolg.

Nach der frühzeitigen Vereitlung einer mutmaßlichen Geldautomaten-Sprengung in Schwelm und der Festnahme zweier Männer bei Roermond in den Niederlanden prüfen Ermittler, ob die beiden Verdächtigen für weitere Straftaten in Frage kommen. Das berichtete ein Sprecher des Landeskriminalamtes auf Nachfrage der Redaktion (11. Mai 2020).

Seit Jahresbeginn sprengen Kriminelle vermehrt Geldautomaten, um sie zu plündern. Die Fallzahlen in Nordrhein-Westfalen sind massiv angestiegen. Stand diesen Freitag (8. Mai 2020) zählte die Polizei landesweit bereits 80 Taten, darunter 50 Versuche - zuletzt unter anderem in Kleve und Gütersloh.

Täter haben es auf bestimmte Automaten abgesehen

Präventions- und Fahndungskonzepte würden derzeit "lageanpasst", heißt es bei der Polizei. Beispielsweise hat die Sonderkommission "Heat" des LKA die Kreispolizeibehörden darauf aufmerksam gemacht, dass die Täter verstärkt freistehende Geldautomaten beziehungsweise Automaten in Gebäudefassaden angehen.

Die Festnahme zweier Verdächtiger vor gut einer Woche in dem Ort Weert bei Roermond ist laut LKA ein Ergebnis der angepassten Konzepte. Vor der Festnahme in den Niederlanden waren der dunkle Audi der Verdächtigen Polizeibeamten in Schwelm aufgefallen, die einen entsprechenden Geldautomaten präventiv bestreiften.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben