Ordentliche Erträge

Getreideernte 2019 in NRW hat noch mal die Kurve bekommen

Die Niederschläge im späten Frühjahr kamen zur rechten Zeit: Die Getreideernte in NRW fiel 2019 gar nicht so schlecht aus.

Die Niederschläge im späten Frühjahr kamen zur rechten Zeit: Die Getreideernte in NRW fiel 2019 gar nicht so schlecht aus.

Foto: Thomas Warnack / dpa

An Rhein und Ruhr.  Mit 3,84 Millionen Tonnen Getreide erbrachte die Ernte 2019 in NRW einen ordentlichen Ertrag. Vor allem im Rheinland können Bauern nicht klagen.

Dank der Niederschläge im Mai hat die Getreideernte 2019 in Nordrhein-Westfalen noch einmal die Kurve bekommen. Das Landesamt für Statistik stellte an diesem Mittwoch (21. August 2019) fest, dass insgesamt 3,84 Millionen Tonnen Getreide eingebracht wurden (ohne Körnermais). Die Erntemenge lag damit - trotz Hitze und Trockenheit in Juni und Juli - nur leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.

Mit einem Ertrag von 7,68 Tonnen pro Hektar wurde das Ergebnis aus dem kargen Vorjahr um 5,5% übertroffen. Im Rheinland lag der Hektarertrag wetter- und bodenbedingt sogar bei 8,24 Tonnen. Zudem war gerade in diesem Landesteil die Anbaufläche für Getreide auch deutlich ausgeweitet worden, weshalb die Bauern dort insgesamt sogar 15,3% mehr Ertrag haben als 2018.

Dass die Ernte gar nicht so schlecht werden würde, hatte sich bereits abgezeichnet. Als Folge der extremen Witterung der vergangenen Jahre hatten die Bauern in NRW weniger Sommergetreide angebaut, das im Unterschied zum Wintergetreide erst im Frühjahr des Erntejahres gesät wird.

Regengüsse haben dem Mais gutgetan

Die wichtigste Kornart in NRW ist der Winterweizen, gefolgt von Wintergerste und dem Futtergetreide Triticale (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen). Winterweizen stand auf 253 100 Hektar und damit auf fast jedem vierten Hektar Acker. Die Anbaufläche hatte im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent zugelegt.

Aktuell noch auf den Feldern sind Rüben, Kartoffeln und Mais. „Die Niederschläge des vergangenen Wochenendes dürften dem Mais nochmal gutgetan haben“, meinte Lea Piepel von der Landwirtschaftskammer auf Nachfrage der Redaktion. Für die verbliebenen Kartoffeln hingegen sehe es schlecht aus, sofern diese nicht künstlich bewässert worden seien. Bei den Rüben gelte es noch abzuwarten.

Wird das Futter im Winter knapp?

Sehr genau wird die Entwicklung bei der Landesregierung in Düsseldorf verfolgt. „Es ist zu hoffen, dass die Witterung es in den kommenden Monaten gut mit der Landwirtschaft meint“, sagte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU). Insbesondere beim Grünland seien noch Einbußen möglich, so dass das Winterfutter in vielen Betrieben knapp werden könnte. Die Trockenheit im Sommer hatte zu einem weitgehenden Wachstumsstillstand auf vielen Weiden Wiesen geführt.

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