Amtsgericht Düsseldorf

„Heil Hitler“-Ruf: Gericht verdonnert Schüler zu Aufsätzen

Der Schüler wurde vom Düsseldorfer Amtsgericht verurteilt

Der Schüler wurde vom Düsseldorfer Amtsgericht verurteilt

Foto: Marcel Kusch / dpa

Düsseldorf.  Der 18-Jährige aus Monheim wurde wegen einer Todesdrohung und des Rufes zu Sozialstunden verurteilt. Außerdem muss er zwei Aufsätze schreiben.

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Ein 18-jähriger Schüler ist wegen einer Todesdrohung gegen Lehrer und des Rufes „Heil Hitler“ zu 60 Sozialstunden verurteilt worden. Außerdem verdonnerte das Düsseldorfer Amtsgericht den Schüler, zwei Aufsätze zu schreiben.

Die Richterin zeigte sich überzeugt, dass der Schüler an seiner Schule in Monheim gesagt hatte: „Ey Alter, ich steche alle Lehrer ab!“. Anlass seien seine schlechten Noten gewesen. Knapp zwei Monate später hatte er laut Gericht beim Verlassen des Klassenraums „Heil Hitler“ gerufen. Zuvor war dort ein Film über den Nationalsozialismus gezeigt worden.

Schüler soll zwei Aufsätze über NS-Zeit schreiben

„Ich bin Ausländer, ich darf das“, habe der Schüler zu ihr gesagt, berichtete eine als Zeugin geladene Geschichtslehrerin. Den Hitler-Gruß hatte der 18-Jährige zugegeben, aber die Todesdrohung bestritten. Innerhalb von vier Wochen muss der 18-Jährige nun einen Aufsatz zur NS-Zeit schreiben und einen zum Thema: Warum Regeln in der Gemeinschaft wichtig sind. (dpa)

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