Extra Drei

Bitte sagen Sie heute mal danke!

Der 21. September ist der „Tag der Dankbarkeit“. Und ja, es gibt immer einen Grund, für etwas dankbar zu sein, findet Cornelia Färber.

Folgt man dem „Kleinen Kalender ungewöhnlichen Feiertage“, so gedenken wir heute einer Haltung, die auf der roten Liste der bedrohten Gefühle ganz oben steht. Es ist „Tag der Dankbarkeit“.

Dankbarkeit, so heißt es, sei „ein positives Gefühl in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird. Man kann dem Göttlichen, den Menschen, oder sogar dem Sein gegenüber dankbar sein“. Deshalb solle man an diesem Tag anderen Menschen sagen, wofür man dankbar ist.

Was ich jetzt mal tun will, liebe Leser. Denn zunächst bin ich jedem Einzelnen von Ihnen dankbar, dass ich das, was ich hier tue, nicht umsonst mache. Ich bin dankbar, dass in unserem Sprachgebrauch mit „Tretmine“ nur Hundekacke gemeint ist und mit „Bombenstimmung“ die gerade stattfindenden Oktoberfeste.

Ich bin dankbar dafür, dass sich die Kandidaten der großen Parteien nicht rüde beschimpfen, was den Wahlkampf zugegeben etwas langweilig machte.

Ich bin dankbar für Langeweile!

Und jetzt, wo es zur Wahl geht, bin ich dankbar, dass wir wählen können, so klein, kurios, links oder rechts manche Partei auch sein mag. Und wer „Danke“ sagt, muss auch „Bitte“ sagen: Bitte sorgen Sie heute mit einem kleinen „Dankeschön“ dafür, dass die Dankbarkeit nicht ausstirbt.

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