Extra 3

Es lebe das „dat“

An Rhein und Ruhr wird manchmal sehr seltsam gesprochen. Eine ganz besondere Bedeutung bekommt in diesem Zusammenhang das Wörtchen „dat“.

Es ist ein Weilchen her. Vor ein paar Jahren gab es eine Betriebsversammlung dieser Zeitung. Und der damalige Lokalsportchef aus Duisburg sprach den Satz: „Dat, dat, dat darf.“ Für diejenigen, die das nicht sofort verstehen, heißt das ungefähr: „Es kann doch nicht wahr sein, dass so etwas erlaubt ist.“ Um was es seinerzeit genau ging, ist längst Geschichte.

Warum wir trotzdem an diese Begebenheit erinnern? Nun, am Mittwoch fiel in Mülheim ein Satz, der ganz ähnlich formuliert war. Es war in der Praxis eines Orthopäden. Eine Patientin stand vor dem Rezeptionstisch und gab einer Sprechstundenhilfe einen Zettel in die Hand. Die Sprechstundenhilfe guckte auf den Zettel, legte die Stirn in Falten und murmelte: „Dat, dat, dat Datum is“, ne, dat hätte sie nicht gedacht.

Es lebe dat „dat“. Drei hinter- einander, vier hintereinander – geht da noch mehr? Geht da noch wat? Wir finden jedenfalls, dat dat dat hat wat. Auf Hochdeutsch: Wir finden, dass das das was hat. Und Sie, lieber Leser? Sie denken jetzt vielleicht: „Mein lieber Herr Kokoschinski, getz bin ich richtig meschugge im Kopp von dat ganze Gelaber. Hör mit dat dat auf und erzählt nich so nen Kokolores.“ Okay, dat machen wir. Getz.

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