Extra Drei

Höchste Zeit für Besinnlichkeit

Nicht mehr lange bis zum 1. Advent. Wie schafft man das bloß, rechtzeitig in die vorweihnachtliche Stimmung zu kommen?

Sie ist ganz offensichtlich eine komplizierte Sache, die Besinnlichkeit! Fragt man die Leute nach ihrer Gefühlen zum Advent, dann leuchten die Augen und es werden Geschichten von duftenden Plätzchen, würzigem Glühwein, knusprigem Gänsebraten und harmonischem Miteinander am Adventskranz erzählt. Eine fröhliche, eine gnadenreiche Zeit.

Und fragt man nach der momentanen Verfassung, wird der Blick fahrig, und es wird von übervollen Terminkalendern, von verzweifelter Suche nach passenden Geschenken und von Staus auf den Straßen berichtet. Eine hektische, eine stressige Zeit.

Eine Leserin hat sich jüngst darüber beklagt, dass wir in der NRZ schon vor dem Totensonntag Fotos vom Trubel auf den Weihnachtsmärkten gezeigt haben. Es stimmt: Da hat sich was verändert. Die Gesellschaft bewegt sich nicht mehr im selben Rhythmus. Das ist schade. Ändern lässt sich das nicht. Und wenn Weihnachtsmärkte schon im Herbst öffnen und Tausende fröhlich um die Buden ziehen, dann ist das ein Thema für die Zeitung.

Und wie bekommt man das trotz allem hin mit der besinnlichen Adventsstimmung? Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Noch ist Zeit. In drei Tagen ist der 1. Advent.

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