Extra3

Trinken für den Fortschritt

Warum eigentlich gibt es den Morgen danach? Mit dickem Schädel und schlechtem Gewissen? Gut, dass sich ein Wissenschaftler der Sache annimmt.

Gewiss haben bei Ihnen längst die guten Vorsätze über den dicken Kopf vom Vortag gesiegt, man kann aber auch wie der Kanadier Shaughnessy Bishop-Stall beides miteinander kombinieren und als guten Vorsatz fassen, dass man das ultimative Mittel gegen den Kater entwickelt. Also den, wo man den Pelz morgens in der eigenen Mundhöhle hat.

Nun hat der Teufel vor den Kater ja das Trinken gelegt und so hat Bishop-Stall, von dem wir jetzt mal verschweigen, dass er Journalist und Dozent für kreatives Schreiben ist, viel getrunken und dann den Kater bekämpft: Mit in Kaffee aufgelösten Zigaretten, mit Weihrauchkapseln, Konterbier und diversen Arzneimitteln.

Bishop-Stall hat streng wissenschaftlich in den Bars von 14 Ländern getrunken und darüber Buch geführt, genauso wie über die Gegenmittel. Das Ergebnis: 1,5 Gramm N-Acetylcystein abends in den letzten Drink oder in Kochsalzlösung, dazu die Vitamine B1, B6 und B12. Das helfe.

Wie in der Wissenschaft üblich gab es eine kritische Überprüfung, in diesem Fall durch einen New Yorker Internisten: Die Rezeptur von Bishop-Stall, der einräumt, im Dienste der Wissenschaft seine Gesundheit ruiniert zu haben, sei allenfalls für Profitrinker sinnvoll. Für uns trinkende Amateure ist das Ergebnis folglich ernüchternd.

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