Radtouren in NRW

Radfahren nach Knotenpunkten: So lassen sich Touren planen

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In NRW gibt es bereits einige Regionen, in denen sich das Knotenpunkt-System etabliert hat. Beispielweise im Kreis Borken (im Bild) im Münsterland, aber auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet, Sauer- und Siegerland. Das System hat seinen Ursprung in Belgien.

In NRW gibt es bereits einige Regionen, in denen sich das Knotenpunkt-System etabliert hat. Beispielweise im Kreis Borken (im Bild) im Münsterland, aber auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet, Sauer- und Siegerland. Das System hat seinen Ursprung in Belgien.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Essen.  Radfahren nach dem Knotenpunktsystem: Was sich dahinter verbirgt und wo sich n Nordrhein-Westfalen damit Fahrradtouren planen lassen.

  • Radtouren nach dem Knotenpunktsystem: In Belgien und den Niederlanden ist das System bereits seit Jahren erprobt.
  • Kreise am Niederrhein in der Grenzregion, aber auch im Ruhrgebiet oder Sauer- und Siegerland beschildern ihre Radwege nun zusätzlich mit Zahlen des Knotenpunktsystems.
  • So können sich auch auswärtige Radfahrer ohne Ortskenntnis auf den Radwegen der Region besser zurecht finden.

So funktioniert das Radfahren nach Knotenpunkten:

Das Radroutennetz der betreffenden Region ist mit Zahlen durchnummeriert. An den Punkten, an denen sich zwei Radrouten treffen, stehen Wegweiser zu allen benachbarten Knotenpunkten. Auf den Schildern werden neben der Nummer des Knotenpunktes die Wege zu benachbarten Knotenpunkten ausgewiesen. Üblicherweise steht an jedem Knotenpunkt auch eine Orientierungstafel mit einer Karte des Netzsystems und den Nummerierungen der einzelnen Knotenpunkte.

Achtung: Die Ziffern der einzelnen Knotenpunkte in den unterschiedlichen Regionen sind mehrfach vergeben. So gibt es es etwa den Knotenpunkt 13 in Kamp-Lintfort (Kreis Wesel), Kempen (Kreis Viersen) und Oberhausen (Metropole Ruhr).

Radfahren mit Knotenpunkten - wo das System entstanden ist:

Entstanden ist das System Mitte der 1990er-Jahre in der belgischen Region Limburg. Von dort dehnte sich das Fietsrouten-Netzwerk grenzüberschreitend in die Niederlande und später nach Deutschland und Wallonien aus. 2001 gab es dann auch in Deutschland erste Radrouten nach dem Knotenpunktsystem, die durch das Wurmtal führten, ein Naturschutzgebiet in der deutsch-niederländischen Grenzregion bei Aachen.

Im Gegensatz zu den Niederlanden gibt es in Deutschland aber einen gravierenden optischen Unterschied: In Deutschland sind die Hinweisschilder für die Knotenpunkte rot, in den Niederlanden hingegen grün.

» Lesen Sie dazu: Fietsen: Wie die Niederlande zum Fahrrad-Paradies wurden

Radtour nach Knotenpunkten: Wie kann ich meine Route online planen?

Ja, auch Radtouren entlang der Knotenpunkte lassen sich online planen. Der Kreis Kleve empfiehlt dafür etwa die niederländische Fietsknooppunt-App, die es für iOS- und Android-Smartphones gibt. Sie listet die Knotenpunkte bei unseren Nachbarn aber auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet auf, das ebenfalls komplett mit Knotenpunkt-Zahlen ausgeschildert ist.

Auch Deutsch kann in der aus den Niederlanden stammenden Knotenpunkte-App als Sprache eingestellt werden. Das Programm bietet vorgeplante Touren, es lassen sich aber auch eigene Routen damit planen und auch für Fahrrad-Navis im GPX-Format exportieren.

Auch mit dem Radtourenplaner des Ruhr-Tourismus lassen sich Radtouren nach dem Knotenpunktsystem planen, hier sind aber lediglich die Knotenpunkte in der Metropole Ruhr aufgeführt.

Im Sauer- und Siegerland sind die Rad- und Wanderwege ebenfalls nach dem Knotenpunktsystem durchnummeriert. Die Tourismusverbände in Südwestfalen haben eine eigene Smartphone-App aufgelegt, die es für iOS und Android gibt.

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