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Neues A 46-Stück soll Anfahrt nach Winterberg erleichtern

Die Talbrücke Nuttlar gehört zum jetzt eröffneten neuen A46-Stück im Hochsauerland. Mit 155 Meter über dem Grund ist sie gut zehn Meter höher als die Siegtalbrücke der A 45.

Die Talbrücke Nuttlar gehört zum jetzt eröffneten neuen A46-Stück im Hochsauerland. Mit 155 Meter über dem Grund ist sie gut zehn Meter höher als die Siegtalbrücke der A 45.

Foto: Andreas Buck / FUNKE Foto Services

Im Sauerland.  Nach zehn Jahren Bauzeit ist die A 46 zwischen Bestwig und Olsberg freigegeben worden. Die Wintersportsaison wird zeigen, wie sie sich bewährt.

Die fortan höchste Autobahnbrücke Nordrhein-Westfalens soll Touristen und Tagesausflüglern den Weg in die Wintersportgebiete im Hochsauerland erleichtern. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) gab an diesem Montag (18. November 2019) den 5,6 Kilometer langen neuen Abschnitt der A 46 zwischen Bestwig nach Olsberg frei, zu dem auch die 115 Meter hohe Talbrücke Nuttlar gehört.

Weil sie nicht die einzige Brücke auf diesem Abschnitt ist, es gibt insgesamt elf, und mit der 2,8 Kilometer langen B480 n auch ein Zubringer zu diesem Anschluss gehört, summierten sich die Baukosten auf mehr als 192 Millionen Euro. Die Arbeiten an und zwischen den teilweise bis zu 33 Grad steilen Hängen zogen sich über zehn Jahre.

Ein Nadelöhr vor Winterberg bleibt auch künftig

„Das neue Teilstück der A 46 entlastet die Ortschaften, auch die wachstumsstarke Wirtschaft in Südwestfalen wird profitieren“, meinte Wüst. Für ihn gab es an diesem Montag ein Eröffnungsdouble: In Ostwestfalen gab Wüst auch den ersehnten, 7,2 Kilometer langen Lückenschluss der A 31 zwischen Halle und Borgholzhausen frei.

Die weitergebaute A 46 im Hochsauerland erspart Touristen die mitunter zähe Ortsdurchfahrt in Bestwig. Bei der Anfahrt auf Winterberg konnte man dort im Stop-and-go innerorts schon merklich Zeit verlieren. Wie sich das neue Stück Autobahn bewährt, wird die anbrechende Wintersportsaison zeigen. Immerhin bleibt auch nach der neuen Autobahnabfahrt immer noch ein über 20 Kilometer langes Stück Landstraße bis nach Winterberg, wo sich der Verkehr an Sturm-und-Drang-Tagen vor dem Verteilerkreis staut.

Tipp bleibt: Bei viel Andrang früh anreisen

Sollte das einladende neue A 46-Teilsstück dazu führen, dass weniger Autofahrer die Ausweichstrecke über Meschede und Schmallenberg nutzen, würde das den Stau vor Winterberg verstärken. Was die Wintersport-Anbieter in der Vergangenheit für solche Tage empfohlen haben, kann deshalb auch in Zukunft nicht falsch sein: früh anfahren, Verkehrsfunk hören.

Wann die Saison 2019/2020 starten kann, zeichnet sich noch nicht ab. In der vergangenen Woche gab es einen ersten Gruß des Winters. Eine dünne Schneeschicht überdeckte die Höhen in der Region. Aktuell ist alles wieder weg. Kein Grund zur Unruhe: Die vergangene Saison startete nach und nach ab Mitte Dezember und bot in den beschneiten Schneegebieten zwischen 60 und 80 Betriebstage. Gebiete ohne Schneekanone allerdings kamen nur auf fünf bis 15 Tage.

Zuversicht vor der neuen Saison

Die Pistenbetreiber blicken der neuen Saison zuversichtlich entgegen: „Wir sind optimistisch“, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage der Redaktion. Rund 15 Millionen Euro wurden in den Skigebieten investiert - unter anderem in einen neuen Sechser-Sessel-Lift und in die Anschaffung neuer, energiesparender Schneekanonen.

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