Wandern

RVR: Strecke für Hohe Mark Steig ist jetzt gefunden

Idyllisch:

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Foto: Archiv

Am Niederrhein/im Münsterland.   Vom Münsterland zum Niederrhein: Im Herbst 2019 soll bei Haltern ein erster Abschnitt des 150 Kilometer langen Wanderweges ausgeschildert werden.

Über 150 Kilometer Länge soll sich ab Mai 2020 der Hohe Mark Steig nördlich des Ruhrgebiets schlängeln und das münsterländische Olfen mit Wesel und dem Niederrhein verbinden. Die Planungen schreiten voran. „Wir haben jetzt eine Strecke“, berichtet Heinrich Jolk vom Regionalverband Ruhr (RVR).

Haltern, die Hohe Mark, die Stauseen und das Römermuseum, Schloss Lembeck, die landschaftlich tollen Wälder wie Üfter Mark oder der Dämmer- und der Diersfordter Wald im Westen: Auf der Landkarte liegt alles wunderbar einfach nebeneinander. In der Realität ist die Suche nach einer Streckenführung ein ziemliches Puzzlespiel.

Kosten liegen bei insgesamt 1,3 Mio Euro

Umso froher zeigt sich Jolk, dass es nun gelungen sei, im Gespräch mit vielen Partnern eine Strecke zu finden. Beabsichtigt sei, im Herbst bereits einen ersten 35 Kilometer langen Abschnitt zwischen Haltern und Oer-Erkenschwick auszuschildern, der dann auch schon bewandert werden könnte. Klar ist: Im Mai 2020 muss der insgesamt 1,3 Millionen Euro teure Hohe Mark Steig fertig sein.

Die 150 Kilometer lange Route soll als Premium-Wanderweg zertifiziert werden. Weil der Bereich schon jetzt vielen Menschen aus dem Ruhrgebiet durch Tagesausflüge bekannt ist, sind die touristischen Hoffnungen groß. Ziel sei es, mit Wanderwegen wie dem beliebten Rothaarsteig in einer Liga zu spielen: „Wir haben zwar nicht die Höhenmeter, dafür aber auch tolle Ausblicke“, sagt Jolk und verweist etwa auf die Passage an den Halterner Stauseen oder reizvolle niederrheinische Flusslandschaften.

„Der kleine Urlaub zwischendurch“

„Wandern liegt voll im Trend“, meint dazu Julie Sengelhoff von Tourismus NRW. Der Dachverband will jetzt auf der Messe ITB in Berlin eine neue Kampagne zum Wandern, aber auch zum Radfahren vorstellen, die jüngeres Publikum in den Blick nimmt, so Sengelhoff weiter. Der geplante Hohe Mark Steig passe perfekt zu dem, für das NRW als Tourismusland jetzt schon stehe: für „den kleinen Urlaub zwischendurch“.

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