Campingplatz

Start beim Traumzeit-Festival: Besuch auf dem Campingplatz

Morning Sex und ihre Freunde sind gerne Gäste beim Traumzeit-Festival im Duisburger Landschaftspark Nord, aber insgeheim hoffen sie auf mehr. 

Morning Sex und ihre Freunde sind gerne Gäste beim Traumzeit-Festival im Duisburger Landschaftspark Nord, aber insgeheim hoffen sie auf mehr. 

Foto: Heiko Buschmann

Duisburg.   Die Band Sunday Morning Sex gastiert beim Traumzeit-Festival, hofft aber auf die Bühne. Sie sind sicher: „Nächstes Jahr rocken wir das Festival!“

Zart setzt die Akustikgitarre ein, dann mischt sich die Mundharmonika in den Vordergrund und dann kommt Dave. Er ist der Sänger der Band Sunday Morning Sex. Sie spielen sich langsam warm, es ist noch Zeit bis zum ersten Auftritt. Zu viel Zeit. „Dreimal haben wir uns schon beworben, aber leider kam dreimal eine Absage“, verrät er.

Dann müssen sie halt warten, zur Traumzeit kommen sie sowieso nächstes Jahr wieder, ob nur als Zuschauer oder – das wäre ein Traum – oben auf der Talentbühne am Gasometer. „Da sind immer gute Bands dabei, aber wir sind bestimmt nicht schlechter“, meint Jones, ein weiteres von insgesamt sechs Bandmitgliedern.

Mit zwei Bussen zum Campingplatz-Gelände

Mit zwölf Leuten sind sie hier im Landschaftspark Nord, neun Jungs und drei Mädels. Alle kommen aus Bonn beziehungsweise sind aus Berlin, Hamburg oder dem nahen Köln in die frühere Bundeshauptstadt gezogen, um dort zu studieren. In diesem Jahr sind sie zum vierten Mal bei der Traumzeit und selbstverständlich wird gezeltet.

Mit zwei Bussen sind sie am Freitagmittag nach Duisburg gefahren, haben sich auf dem großzügigen Campingplatz-Gelände einen schönen Platz ausgesucht und ihre Sachen ausgepackt. Instrumente dürfen nicht fehlen, schließlich wollen sie vorbereitet sein, wenn sie doch spontan entdeckt werden. „Musik machen gehört für uns überall, wo wir sind dazu“, nickt Sänger Dave.

Auftritt demnächst in Düsseldorf

Sunday Morning Sex gibt es seit etwa zwei Jahren, die meisten Bandmitglieder haben vorher bereits in anderen Kapellen gespielt. Ihre Musikrichtung beschreiben sie selbst als Sixties-Krautrock, damit würden sie stilistisch auf jeden Fall auch zum Traumzeit-Programm gut passen. „Wir orientieren uns vom Sound her ein wenig an den Stones, aber auch die Kooks oder Pete Doherty sind eine Inspiration“, erklärt Julian, der wie die meisten anderen Bandmitglieder auch, verschiedene Instrumente beherrscht.

In Bonn und Umgebung gehören sie zu lokale Newcomern, die bereits Auftritte in verschiedenen Locations wie der Harmonie oder dem Rhein-Impuls-Festival jeweils in Bonn hinter sich haben. Nächsten Samstag (22. Juni) sind sie im Boui Boui in Düsseldorf-Bilk zu sehen.

Meute zum Auftakt am Freitagabend

Beim Traumzeit-Festival haben sie sich zum Auftakt am Freitagabend Meute gegönnt, außerdem wollen sie unbedingt Rikas, Roosevelt und Metronomy sehen. „Das Line-Up war in den letzten Jahren aber besser“, finden die Hobbymusiker einhellig. Nur einer von ihnen ist kein Student, sondern Koch. Das ist praktisch, wenn man drei Tage zum Festival fährt. „Fünf Kilo Couscous habe ich gemacht“, sagt er nicht ohne Stolz.

Außerdem gibt es am Bonner Tisch Hummus und Yumyum, denn die meisten sind Vegetarier. Wenn die Vorräte nicht reichen, wird auf jeden Fall der Streetfood-Meile ein Besuch abgestattet. Nächstes Jahr kommen sie trotzdem wieder, das ist keine Frage. Natürlich wollen sie sich vorher wieder für die Talentbühne bewerben dann vielleicht mit Erfolg.

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