Feiertags-Tipps

Osterfeuer in der Region: Hier lodern 2017 die Flammen

Das traditionelle Osterfeuer gehört zum Osterfest dazu. An den Tausenden Feuern werden sich auch in diesem Jahr wieder viele Menschen erfreuen.

Das traditionelle Osterfeuer gehört zum Osterfest dazu. An den Tausenden Feuern werden sich auch in diesem Jahr wieder viele Menschen erfreuen.

Foto: Robert Dyhringer

Essen.  An Ostern werden vom Niederrhein über das Ruhrgebiet bis ins Sauerland Tausende Osterfeuer brennen. Die Übersicht zeigt, wo es sich lohnt.

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Es ist der Klassiker unter den Ostertraditionen: Neben Osterei und Osterhase darf das Osterfeuer nicht fehlen. Damit lässt sich auch der weniger gläubige Christ für die Brauchtumspflege begeistern - um bei Stockbrot, Bratwurst und Bier die Auferstehung Jesu Christi zu feiern.

Städte geben die Richtlinien für ein Feuer vor

Um der langen Tradition zu folgen, kommen in ganz NRW Menschen zusammen, um von Gründonnerstag bis Ostermontag Tausende Osterfeuer zu entzünden.

Aber im heimischen Garten ein kleines Feuer zu entfachen, ist nicht erlaubt. Da Osterfeuer öffentlich zugänglich sein müssen, werden sie in der Regel von Vereinen, Gemeinden oder Glaubensgemeinschaften veranstaltet. Und damit sich alle an die Spielregeln halten, müssen die Osterfeuer wie in Dortmund bei der Stadt angemeldet werden. Andere Städte wie Oberhausen handhaben das etwas lockerer: Hier dürfen die Feuer entzündet werden, solange die Verantwortlichen die Richtlinien beachten.

So dürfen nur Baumschnitt oder Zapfen und vor allem nur trockenes Holz zum Aufschichten des Feuers verwendet werden, keinesfalls aber Stroh. Verboten ist auch Brandbeschleuniger, um das Feuer schneller zu entzünden.

Kleine Tiere nisten zwischen geschichtetem Holz

Wegen vieler Auflagen fällt es kleinen Vereinen zunehmend schwerer weiterhin Osterfeuer auszurichten. In den großen Städten und auf dem Land reduziert sich die Anzahl deshalb von Jahr zu Jahr. Hinzu kommen Tierschützer, die sich schon lange gegen die Tradition der Osterfeuer wehren. Sie kritisieren, dass sich immer wieder Hasen und Igel zwischen den Holzschichten verstecken, die dann den grausamen Tod im Feuer finden.

Als Folge muss das Holz zwingend vor dem Entzünden umgeschichtet werden. Oder man macht es wie in Xanten und setzt auf Schwedenfeuer. Weil dabei nur einzelne Holzstämme abgebrannt werden, besteht keine Gefahr für Kleintiere.

Traditionsfeuer in Essen findet nicht mehr statt

Nicht mehr mit dabei ist eines der größten Osterfeuer auf der Zeche Zollverein in Essen. Erstmalig kann es ab diesem Jahr nicht mehr veranstaltet werden, weil die frühere Parkplatz-Fläche nicht mehr zur Verfügung steht.

Auf unserer interaktiven Karte haben wir 85 Feuer von Emmerich bis Brilon zusammengetragen. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, sondern eine Auswahl gezeigt. Mit dabei sind große und kleine Osterfeuer. Wer nach einem passenden Feuer in der Umgebung sucht, findet hier die Informationen zu Startzeiten, Adressen und Besonderheiten der Veranstaltungen.

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