Förderprogramm

Regionale-Millionen für Südwestfalen

Das geöffnetes Flußbett der Sieg in Siegen war eines der Regionale-Projekte in Südwestfalen.

Das geöffnetes Flußbett der Sieg in Siegen war eines der Regionale-Projekte in Südwestfalen.

Foto: Hans Blossey

Hagen/Olpe.   Drei Bewerber erhalten in Nordrhein-Westfalen für 2022 und 2025 den Zuschlag. Jahr der Ausrichtung ist noch unklar. Enttäuschung in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis: Sie gehen leer aus.

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In der Südwestfalen-Agentur in Olpe knallten die Sektkorken, in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis machte sich Frust breit: Südwestfalen hat vom Land NRW erneut den Zuschlag für das millionenschwere Förderprogramm „Regionale“ erhalten. Die Stadt Hagen mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Fröndenberg, Schwerte sowie Dortmund, Bochum und dem Regionalverband Ruhr als Partner gingen leer aus. Das hat das Landesbauministerium gestern mitgeteilt.

Damit steht fest: Nach 2013, als Südwestfalen schon einmal eine Regionale ausrichtete, fließen erneut Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe in die Region. Wann genau, steht noch nicht fest: Die Entscheidung bezieht sich auf die Jahre 2022 und 2025.

Bergisches Land und Ostwetfalen-Lippe sind auch Gewinner

Die weiteren Gewinner sind das Bergische Rheinland und Ostwestfalen Lippe. „In einem Jahr wird es auf jeden Fall zwei Regionale in NRW geben“, sagt Maik Grimmeck, Presssesprecher im Landesbauministerium, zur WESTFALENPOST: „Wer was wann macht, das wird noch mit den Bewerbern abgesprochen.“

„Wir sind einfach nur glücklich“, sagte Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur. „Wir wussten, dass für uns die Latte besonders hoch lag, aber unser Konzept, die Zukunft der jungen Generation und die Digitalisierung in den Mittelpunkt zu rücken, hat gezündet.“ Südwestfalen habe eine neue Aufbruchstimmung erzeugt, sagte Winterberg. „Und die ging vom Ortvorsteher über den Landwirt bis zum Unternehmer.“

Enttäuschung bei den Verlierern

Enttäuscht zeigt sich Olaf Schade (SPD), Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises: „Glückwunsch an unsere Mitbewerber. Vielleicht waren sie wie zum Beispiel Südwestfalen besser aufgestellt, weil sie schon Erfahrung mit einer Regionale gemacht haben. Wir müssen uns überlegen, ob wir unsere Projekte nicht anderweitig mit Fördermitteln voranbringen können?

Enttäuschung auch bei Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz. Leider bleibe die Region zwischen Ruhrgebiet und Südwestfalen weiterhin ein weißer Fleck bei der Regionale-Förderung, erklärte er.

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