Prozess

„Audi-Bande“: Mutmaßliche Geldautomaten-Gangster vor Gericht

Die „Audi-Bande“ schlug in NRW, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu.

Die „Audi-Bande“ schlug in NRW, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu.

Foto: Paul Zinken / dpa

Düsseldorf.  Drei der mutmaßlichen Gangster, die als „Audi-Bande“ in NRW nachts Geldautomaten in die Luft jagen, stehen in Düsseldorf vor Gericht.

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Drei mutmaßliche Gangster der sogenannten «Audi-Bande» stehen seit Montag in Düsseldorf vor dem Landgericht. Gleich nach Verlesung der Anklage baten ihre Verteidiger um ein Rechtsgespräch hinter verschlossenen Türen. Dabei geht es darum, ob der für mehrere Monate mit 35 Verhandlungstagen geplante Prozess abgekürzt werden kann. Die Angeklagten äußerten sich zu den Tatvorwürfen nicht.

Der Hauptangeklagte soll an der Sprengung von sieben Geldautomaten beteiligt gewesen sein, die beiden anderen an je einer der Explosionen. Die 26, 28 und 31 Jahre alten Angeklagten sind Niederländer aus Utrecht. Zwei von ihnen haben auch die marokkanische Staatsangehörigkeit. Ihnen wird schwerer Bandendiebstahl und das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen.

In zuvor angemieteten Garagen hatten die Gangster laut Anklage ihr Equipment versteckt. Für die Fahrt zum Tatort sollen sie gestohlene, hoch motorisierte Autos der Marke Audi genutzt haben. Die Angeklagten würden vor allem durch DNA-Spuren belastet, sagte der Staatsanwalt am Rande des Verfahrens.

Sprengungen auch in Essen und Ratingen

Die Anklage wirft ihnen Sprengungen in Castrop-Rauxel, Essen, Mönchengladbach, Ratingen und Recklinghausen (alle in Nordrhein-Westfalen) sowie in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Schüttorf (Niedersachsen) vor. Dabei haben die Gangster laut Anklage insgesamt mehr als 600 000 Euro erbeutet und mehr als 100 000 Euro Sachschaden angerichtet. (dpa)

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