Keyless-Go-System

BMW M 5 in Hamm gestohlen: Autodieb baut Unfall bei Dresden

Nach dem Unfall musste die Autobahn bei Dresden für die Bergung des schwer beschädigten BMW M5 gesperrt werden. 

Nach dem Unfall musste die Autobahn bei Dresden für die Bergung des schwer beschädigten BMW M5 gesperrt werden. 

Foto: Polizei Dresden

Hamm/Dresden.  Sechs Stunden nach dem Diebstahl eines hochwertigen BMW M5 in Hamm baut ein Mann auf der Flucht vor der Polizei einen Unfall. Er kam bis Dresden.

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Keine Zeit zu verlieren hatte offenbar ein Autodieb, der in Hamm einen hochwertigen BMW M5 X-Drive gestohlen hatte. Nur sechs Stunden nach dem Diebstahl fiel die luxuriöse Sport-Limousine einer gemeinsamen Fahndungsgruppe der Bundes- und Landespolizei auf der A 17 bei Dresden auf. „Anschließend kam es zu einer filmreifen Flucht“, schreibt die Polizei. Am Ende des Coschützer Tunnels habe der Fahrer dann die Kontrolle über den Wagen verloren und sei gegen eine Leitplanke geprallt. Anschließend ging die Flucht des 30-Jährigen aus Polen zu Fuß weiter. Schon nach kurzer Zeit konnten ihn die Polizisten allerdings einholen und festnehmen. „Der BMW war nicht mehr fahrbereit“, notieren die Beamten. „Der Wagen ist hin“, soll die Reaktion des Besitzers gewesen sein, sagt ein Sprecher der Polizei Hamm.

Der BMW, Baujahr 2018, soll noch einen Zeitwert im niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich gehabt haben. Der Wagen verfügte über ein Keyless-Go-System, über dessen Manipulation kamen die Kriminellen wohl in seinem Besitz. Laut Polizeiangaben hatte der Halter am Dienstagmorgen gegen 2.45 Uhr Motorgeräusche seines vor dem Haus geparkten Wagens an der Unnaer Straße in Hamm-Rhynern gehört.

Eigentümer des BMW erwischt Diebe auf frischer Tat

Der BMW-Besitzer sah dann einen circa 1,75 Meter großen Mann in einem dunklen Parka mit Kapuze, offenbar einer der beiden Täter. Nachdem sich der Eigentümer bemerkbar gemacht hatte, lief der neben dem hochmotorisierten Fahrzeug stehende Verdächtige zu Fuß vom Tatort in Richtung Werler Straße. Ein weiterer Mann fuhr nun mit dem BMW davon. Bis ihn die Polizei im rund 500 Kilometer entfernten Dresden wieder entdeckte. Die A 17 führt weiter bis nach Tschechien. An dem BMW waren inzwischen niederländische Kennzeichen angebracht.

Der 30-Jährige Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Von seinem mutmaßlichen Komplizen fehlt jede Spur. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an. Der Eigentümer des BMW wolle sich nun einen neuen Wagen kaufen. Der BMW sei versichert gewesen. Er habe sich „erfreut“ über den schnellen Erfolg der Ermittler gezeigt, sagte der Sprecher der Polizei Hamm und die gute Zusammenarbeit der Behörden in NRW und Sachsen gelobt. Zeugen, die am Dienstagmorgen in Hamm Beobachtungen gemacht haben, können sich unter 02381/916-0 melden. (sk)

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