Wandern

Bald starten Wanderer zum ersten Mammutmarsch im Ruhrgebiet

Volkssport Wandern: Im Oktober 2018 durchmessen Mitglieder der Ortsgruppe Witten des Sauerländischen Gebirgsvereins das Muttental.

Volkssport Wandern: Im Oktober 2018 durchmessen Mitglieder der Ortsgruppe Witten des Sauerländischen Gebirgsvereins das Muttental.

Foto: Jürgen Theobald

Ruhrgebiet.   Extremwandern wird beliebter. Nun kommt ein erster, kleiner Mammutmarsch ins Ruhrgebiet. Umstände wie beim Marathon, nur ist die Strecke länger.

Wandern wird auch immer länger. Am Ostersamstag treten mindestens 2500 Menschen zum ersten „Little Mammut-Marsch“ im Ruhrgebiet an: 33 Kilometer für Anfänger, 50 für geübte Wanderer durch die Industriekultur. Ambitionierter Breitensport, falls es sowas gibt.

2006 ist ein Schüler aus Breckerfeld namens Bastian 100 Kilometer vom Ruhrgebiet aus durchs Sauerland gelaufen. Also, an einem Tag. Von Wetter in Schleifen nach Olpe. Ein spontaner Spaß, der in Vergessenheit geriet.

„Wenn’s weh tut, noch 50“

Doch in den letzten Jahren entdeckte er als Student, dass Extremwandern kommerzielles Potenzial hat und für viele Menschen großen Reiz. Sogar auch über 100 Kilometer, den originalen Mammutmarsch, für den der Veranstalter so wirbt: „Wenn’s weh tut, noch 50.“ Und dafür bezahlen die Leute auch noch Geld!

Mammut- und Little-Mammut-Märsche gibt’s inzwischen jährlich in Berlin, Hamburg, Wien, wobei zum Beispiel ,in Berlin’ bedeutet: Sie laufen praktisch bis zur Oder. „Der Reiz ist, seine Grenzen auszutesten und zu überwinden“, sagt Bastian Krönert-Ferron, der damalige Marschierer durchs Sauerland, nun als erwachsener Mann von 32 Jahren: „Und wir wollen die Leute auf ein kleines Abenteuer schicken.“ Die Zielgruppe ist jeder, freilich ist der überwiegende Teil der bisherigen Wanderer zwischen 18 und 45 Jahre alt.

Durch den Landschaftspark und am Tetraeder vorbei

Das kleine Abenteuer im Ruhrgebiet beginnt und endet am Ostersamstag im Landschaftspark Duisburg Nord. Mehr als 2500 Teilnehmer sollen sich schon angemeldet haben. Unterwegs kommen die Wanderer unter anderem am Tetraeder vorbei und an den früheren Bergwerken Prosper-Haniel und Sterkrade. Die Strecke ist auch nicht besonders flach.

Der Werbetext beschreibt das so: „Mit der nötigen Disziplin, Motivation und Freude am Aktivsein in der Natur werden Kohlehalden zu den Bergen des Ruhrgebiets.“ Drumherum gibt’s Verpflegungsstellen, Teilnahme-T-Shirts und Mammutmarsch-Medaillen: also eigentlich ein bisschen wie bei Marathonläufen. Nur nicht so kurz.

Preis und Start

Little Mammut-Marsch. Samstag, 20. April, ab 8.30 Uhr (Langstrecke) und 11 Uhr. Startgeld mindestens 35 Euro. Anmeldung: mammutmarsch.de

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