Videocast-Sendung #81

Chef der Uniklinik: Corona-Politik mit Chaos-Strategie

Lesedauer: 34 Minuten
v19 – die DUB-Chefvisite / Folge 81

Chef der Uniklinik: Ergebnisse des Corona-Gipfels offenbaren Chaos-Strategie

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Essen.   Im Videotalk: Prof. Werner sieht in Corona-Kurs Zeichen für Versagen der Regierung. Kritik an fehlender Teststrategie. Verwirrung um Grenzwerte.

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner geht mit den gestrigen Beschlüssen des Corona-Gipfels hart ins Gericht: „Die Lockerungen ohne Teststrategie zeigen vor allem die Versäumnisse der letzten Zeit“, so Werner In der aktuellen Folge unseres Videocast „19 – die DUB-Chefvisite“.

Die Runde der Ministerpräsidenten unter Leitung von Kanzlerin Merkel habe vor dem Infektionsgeschehen und dem Druck der Öffentlichkeit kapituliert und so ihr eigenes Versagen offenbart. Denn „nach der bisherigen Logik und der kürzlichen Durchsetzung der neuen Inzidenzzahl 35 gab es keinen Grund zur Lockerung“, so der Mediziner. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche sei zwar stabil, „sie sinkt aber nicht“. Die jetzt neu gesetzten Grenzwerte sowie die „Notbremse“ bei 100 „führen nur zu weiterer Verwirrung bei den Menschen“, rügt Werner.

Es fehlt an Konzepten für den Umgang mit privaten Tests

Der Klinikchef kritisiert insbesondere das Fehlen einer „schlüssigen Teststrategie“: „Der Start der bezaahlten Tests ist auf Anfang April verschoben.“ Dabei gelte: „Testen, dann können wir auch öffnen.“ Wie schon bei den Impfstoffen benötige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Unterstützung bei der Beschaffung von Tests.

Selbsttests sollen zwar ab Samstag bei Discountern erhältlich sein – Werner fordert jedoch eine „Klarstellung“, an wen sich Menschen, die sich positiv getestet haben, zum Beispiel am Wochenende wenden können. Zudem müsse die Zuordnung von Testergebnisse zu einzelnen Personen sichergestellt werden. „Dafür gibt es Software, die müssen wir jetzt nutzen“, so der Mediziner.

Abrupte Schließungen drohen - und damit noch mehr Pleiten

Das Risiko abrupter Schließungen bei einer Inzidenz von 100 bedeutet auch, dass Unternehmen noch immer nicht planen können. Das werde die Pleitegefahr im Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Veranstaltungsbranche weiter erhöhen, sagt der Bankenexperte Roland Boekhout in der Sendung. „Viele werden wirtschaftlich nicht überleben“, so der frühere Firmenkundenvorstand der Commerzbank.

Boekhout rechnet mit einer „Welle von Insolvenzen“, wenn Unternehmen eine Zahlungsunfähigkeit wieder anzeigen müssen. Für dann absehbare Kreditausfälle hätten die Geldinstitute zwar ihre Kapitalpuffer gestärkt – aber die Corona-Krise sei „anders“: Es gebe keine historischen Daten, auf die die Vorhersagemodelle der Banken zurückgreifen könnten, warnt Boekhout.

Das sind die neuen Corona-Regeln
Das sind die neuen Corona-Regeln

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Freitag, den 5. März, sind als Talk-Gäste der Arzt und Buchautor, Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, Pit Clausen, dabei. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

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Folge 80/ Kampf gegen Krebs: „Riesenchance durch Digitalisierung“

v19 – die DUB-Chefvisite / Folge 80
v19 – die DUB-Chefvisite / Folge 79

Als „Riesenchance“ im Kampf gegen Krebs wertet der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, die Digitalisierung des Gesundheitswesens. In der aktuellen Folge unseres Videocast „19 – die DUB-Chefvisite“ berichtet Werner von besseren Diagnosen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Röntgenbildern. Maschinen erzielten dabei bessere Ergebnisse, „der Mensch wird irgendwann müde“.

Genauere Diagnostik ermögliche bessere Therapien, die durch Digitalisierung an den Patienten angepasst werden könnten. Das gelte auch für die Vorsorge, die digital individueller werde. „Insgesamt ist es absolut klar, dass es digital besser wird“, urteilt der Mediziner.

Warum die elektronische Patientenakte ein Meilenstein ist

Der Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherungen, Stefan Reker, sieht Deutschland im Kampf gegen Krebs gut aufgestellt. In der Sendung berichtet er, dass Krebsmedikamente hierzulande im Schnitt 82 Tage nach der europäischen Zulassung zur Verfügung stünden – der EU-Durchschnitt liege bei 445 Tagen. Ein Grund sei die Digitalisierung. Für diese sei die Corona-Krise ein „Turbolader“, so Reker.

Herzstück für die Gesundheit sei in Zukunft die elektronische Patientenakte. Bei deren Einführung sei die aktuell größte Herausforderung die flächendeckende Anbindung aller Arztpraxen an das neue System. Der Zugriff auf die gesammelten Daten sei aber zurzeit nur mit der Gesundheitskarte möglich. „Wir wollen eine digitale App, damit das auch ohne Chipkarte funktioniert“, so Reker.

Schnelltests als Schlüssel zur Bekämpfung von Corona

Für das heutige Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den weiteren Corona-Maßnahmen hofft Klinikchef Werner auf eine „besonnene Öffnungsstrategie, gerne als Stufenkonzept“. Er fordert zudem ein „klares Konzept zum bundesweiten Vorgehen mit Schnelltests“. Zur Bedeutung von Schnelltests verweist Werner auf die Stadt Flensburg. Diese habe zusammen mit einer benachbarten Kommune in Eigenregie Schnelltests beschafft und biete diese bereits jetzt den Bürgern kostenlos an. „An den ersten beiden Tagen wurde die Infektion bereits bei 40 unauffälligen Personen nachgewiesen“, sagt der Mediziner. So lasse sich das Infektionsrisiko mindern.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.

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Folge 79 / Sylter Bürgermeister: Urlaub vorerst nur mit Test möglich

v19 – die DUB-Chefvisite / Folge 79
v19 – die DUB-Chefvisite / Folge 79

Wer auf Sylt Ferien machen will, soll künftig einen PRC-Test oder einen Schnelltest vorweisen müssen, der durch qualifiziertes Personal durchgeführt wurde. Das kündigte der Bürgermeister der Inselgemeinde, Nikolas Häckel, in der aktuellen Folge von „19 – die DUB-Chefvisite“. „Nicht einfach losreisen“, sagte Häckel. „Es wäre fatal, wenn wir einen zweiten Insel-Lockdown bekämen.“ Negative Tests müssten dann spätestens beim Check-In in Hotel oder Ferienwohnung vorgezeigt werden. Danach solle eine App zur Kontaktnachverfolgung auf Sylt genutzt werden.

Noch fehlt es funktionierenden Kontrollen

Bürgermeister Häckel forderte den Kreis Nordfriesland und das Land Schleswig-Holstein auf, die rechtlichen Grundlagen für Einreisekontrollen durch die Bundespolizei zu schaffen. „Willkür wollen wir nicht“, so Häckel. Reisende ohne oder mit einem positiven Test müssten aber schon vor Betreten der Insel identifiziert werden. Vorerst müsse die Gemeinde jedoch auf Appelle und Information setzen: „Wir wissen ja, wer gebucht hat“, so Häckel.

Chef der Essener Uniklinik: Schnelltests auch im häuslichen Bereich

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, begrüßte in der Sendung die Entscheidung der Bundesregierung, jetzt doch jedem Bürger pro Woche zwei kostenlose Schnelltest durch qualifiziertes Personal in Aussicht zu stellen. „Wir müssen aber auch über Schnelltests im häuslichen Bereich nachdenken“, so Werner. Die Bereitschaft der Menschen dazu schätzte er als hoch ein, denn sie könnten damit „ihre Grundrechte zurückbekommen“. Die schnelle Identifizierung von Infektionen sei nötig, um die rasche Ausbreitung von Corona-Mutationen einzudämmen, sagte der Mediziner.

Unverständnis über Zensur bei LinkedIn

Verleger Jens de Buhr, Leiter des bundesweiten Medienverbunds Chefvisite, beklagte im Videocast einen „willkürlichen Akt der Zensur“ auf der Plattform LinkedIn. Dort habe er zur gestrigen Sendung einen kritischen Kommentar über die Maskenpflicht an der Hamburger Außenalster gepostet, den LinkedIn gesperrt habe – „es gab keine Begründung“, berichtete de Buhr. Auf Nachfrage sei von einem „Irrtum“ die Rede gewesen und der Artikel wieder online gestellt worden. De Buhr nannte solche Vorgänge „gruselig“: „Demokratie lebt auch von der Diskussion, dem Diskurs“, mahnte der Verleger der DUB UNTERNEHMER-Medien.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Mittwoch, den 3. März, ist der Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherer, Stefan Reker, als Talk-Gast dabei.

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Folge 78/ Chef der Uniklinik Essen beklagt Chaos bei Corona-Regeln

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 78
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 78

Chaotische Regeln zum Maskentragen und deren schwierige Kontrolle rügt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, bei „19 – die Chefvisite“. So dürften Fußgänger in Düsseldorf nicht stehen bleiben und müssten „quasi permanent gehen“, sagt Werner – „und Polizisten sollen das kontrollieren“. In Hamburg gelte eine Maskenpflicht für Jogger an der Außenalster, dort seien statt Eltern mit Kinderwagen jetzt Polizisten in Peterwagen unterwegs. „Auswüchse“, urteilt der Mediziner. Er fordert „klare, verständliche Regeln“. Sonst würden sich die Menschen nicht mehr daran halten, warnt Werner.

Schnelltests für alle dringend und rasch ausweiten

Für dringend nötig hält der Klinikchef die Ausweitung von Schnelltests: „Wir müssen den Menschen die Selbstverantwortung geben, zuhause einen Spucktest durchzuführen.“ So lasse sich eine bessere Übersicht zum Infektionsgeschehen gewinnen – Super-Spreader, die viele Menschen anstecken, könnten schneller identifiziert werden.

Zwar böten die Schnelltests keine 100-prozentige Sicherheit. Aber auch die genaueren PCR-Tests seien nicht der „Heilige Gral“. Sie könnten ebenfalls falsche Ergebnisse liefern, wenn etwa der dazu nötige Abstrich nicht korrekt gemacht worden sei. „Wir müssen lernen, mit Fehlern zu leben“, so Werner.

Ein Instrument, das die Öffnung der Schulen sicherer macht

Schnelltests könnten auch die Debatte um die Präsenzpflicht in Schulen vorantreiben, sagt Joachim Huber, Leiter des Medienressorts vom Berliner „Tagesspiegel“, in der Sendung. Das Lehrerkollegium der Grundschule, an der seine Frau unterrichtet, habe solche Tests selbst organisiert. Das habe die „leichte Hysterie aus dem Lehrkörper herausgenommen“ und Diskussionen, ob Kinder wieder in die Schule dürften, „in ganz andere Spuren gebracht“, berichtet der Journalist.

Huber, der bereits im März 2020 lebensbedrohlich an Covid-19 erkrankt war, nimmt zurzeit an einer Studie der Charité zu den Folgen der Infektion teil. „Ich habe nach einem Jahr noch ausreichend Antikörper im Blut“, so Huber. Trotzdem wolle er sich gerne impfen lassen, „wenn irgendwo noch ein Tröpfchen Impfstoff übrig ist“: „Ich misstraue dem Virus, ein ganz böses Ding.“

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Dienstag, den 2. März: Nikolas Häckel, Bürgermeister der Ferieninsel Sylt. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

Folge 77/ Klöckner-Chef: Darum hat der Konzern etliche Jobs gestrichen

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 77
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 77

Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender des Stahlhändlers Klöckner & Co, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Folgen der Digitalisierung seines Unternehmens geht: „Der Wandel zu einem Plattformunternehmen hat zur Folge, dass in den Kernprozessen weniger Mitarbeiter benötigt werden“, sagt Rühl in der aktuellen Folge von „19 – die DUB-Chefvisite“.

2020 sei die Zahl der Angestellten um 15 Prozent geschrumpft, die Hälfte davon durch digitale Prozesse.

Wer den Wandel nicht mitmacht, muss gehen

„Die Anforderungen an die Mitarbeiter haben sich völlig geändert. Wir unterstützen Fortbildung durch unsere Digital Academy, aber wer den Wandel nicht mitmachen kann oder will, muss gehen. Das ist keine Frage des Alters, sondern des Mindsets“, sagt der CEO.

Für das laufende Quartal erwartet Klöckner & Co das stärkste Ergebnis seit dem Börsengang vor 15 Jahren. „Wir spüren einen starken Boom, auch durch die Knappheit bei Stahl“, so Rühl in der Sendung. Im vergangenen Jahr sei die Nachfrage durch die Corona-Krise um 18 Prozent eingebrochen, das Unternehmen habe aber „früh gegengelenkt und die Krise als Chance gesehen“.

Chef der Uniklinik ruft zu Besuchen in Alten- und Pflegeheimen auf

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, rief in der Sendung dazu auf, die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen nach den erfolgreichen Impfungen wieder zu besuchen. „Wir dürfen und müssen uns diesen Menschen auch wieder körperlich nähern. Die Zeit einer angstbesetzten Distanz muss vorbei sein“, sagt Werner. Das RKI meldet bundesweit 9997 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, das sind 884 mehr als vor einer Woche. Hinzu kommen 394 Covid-assoziierte Todesfälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist auf 62,6 gestiegen.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Unsere Talk-Gäste am Montag, den 1. März: Biogena-Managerin Julia Ganglbauer und „Tagesspiegel“-Redakteur Joachim Huber. Die Live-Sendung startet wie gewohnt um 10 Uhr, via Zoom kann jeder dabei sein.

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Folge 76 / Gregor Gysi: Jetzige Lockdown-Politik ist verfassungswidrig

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 76
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 76

Als verfassungswidrig kritisiert der Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi die Entscheidungsfindung in der Corona-Politik. Der Beschluss von Freiheitsbeschränkungen durch die Ministerpräsidentenkonferenz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „steht nicht im Grundgesetz“, sagt Gysi in unserem Videocast „19 – die DUB-Chefvisite“.

Statt durch diese „komische Konferenz“ müssten Einschränkungen der Grundrechte durch den Bundestag legitimiert werden, fordert der Rechtsanwalt. Er warnte, dass das Parlament sonst auch in anderen Fragen übergangen werden könnte: „Da müssen wir hellwach bleiben.“

Gysi: Man darf nicht nur auf Virologen hören

Nötig sei bei den Corona-Maßnahmen „ein Konzept, eine langfristige Perspektive“. Die Verwirrung um unterschiedliche Inzidenzwerte müsse enden: „Erst 100, dann 50, jetzt 35 – das nehmen die Leute nicht mehr ernst“, so Gysi. Die Bundesregierung dürfe „nicht nur auf Virologen hören“: „Die einseitige Beratung war falsch“, urteilt der Linken-Politiker. Es müssten auch Stimmen aus der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den Kirchen gehört werden. Dann werde der Kampf gegen Covid-19 auch berechenbarer und logischer.

Für seine Fraktion gelte: „Wir stellen nicht die Maßnahmen in Frage, uns fehlt die Logik“, sagt Gysi.

Die Inzidenzzahlen zeigen nach oben

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, hält den aktuellen Zielwert von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen „bundesweit gesehen für zurzeit kaum erreichbar“. Aktuell liegt der Inzidenzwert mit 61,7 etwas höher als am Vortag. Das RKI meldet mit 11.869 neuen Fällen 1162 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. „Die Seitwärtsbewegung nimmt eine Entwicklung nach oben“, so Werner. Als Grund dafür gelten die sich ausbreitenden Mutationen, die höhere Infektionsraten mit sich bringen.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Freitag, den 26. Februar: Gisbert Rühl, der Chef des Stahlhändlers Klöckner & Co. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

Folge 75/ "Mutationen könnten das Ende der Corona-Pandemie bedeuten"

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 75
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 75

„Die Mutationen könnten das Ende der Pandemie ankündigen“: Weltweit geht die Zahl der Corona-Infektionen aktuell rasant zurück – „auf allen Erdteilen, mit Ausnahme des östlichen Mittelmeerraums“, sagt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, in der aktuellen Folge von „19 – die DUB-Chefvisite“.

„Auch die Anzahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen hat sich binnen eines Monats glattweg halbiert“, berichtet Werner unter Verweis auf neue WHO-Daten. Das rasche Abklingen einer Erkrankungswelle nach Mutationen des auslösenden Virus „kennt man schon von früheren Pandemien“, so der Mediziner. Werner hofft, „dass das plötzliche Nachlassen des weltweiten Infektionsgeschehens bei der Diskussion um Lockerungen in einer Woche Berücksichtigung findet“. Dann treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), um über die weiteren Corona-Maßnahmen zu entscheiden.

Markus Rejek von Arminia Bielefeld will keine Impfpflicht fürs Stadion

Von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Profi-Fußballclubs berichtet Markus Rejek in der Sendung. „Wir können unternehmerisch nicht mehr planen“, sagt der Geschäftsführer des Bundesligisten Arminia Bielefeld. Er mahnt: „Wir dürfen uns nicht wieder auf Dauer verschulden.“ Pläne für einen Stadionzugang nur mit Impfausweis lehnt Rejek ab: „Das passt nicht zu uns. Fußball ist für alle da.“ Bei der Rückkehr der Zuschauer gilt für ihn die Devise „alle oder keiner“. Rejek sieht in der Pandemie „eine Chance, Dinge zu hinterfragen – auch das System Fußball“. Statt „Geld schießt Tore“ fordert er einen Erhalt der Fankultur und eine „Rückkehr zu alten Werten“.

Israel-Expertin Daniela Oliel: "Impfgegner in Israel eine Randerscheinung"

„Mit der grünen Plakette kann man wieder ins Leben zurückgehen“: Von der aktuellen Entwicklung im Impf-Vorreiterland Israel erzählt Daniela Oliel in der Sendung. Die Plakette gilt als Impfausweis und „wird gut genutzt“, um wieder Kinos und Restaurants zu besuchen. Der Wunsch, sich impfen zu lassen, sei vielfach höher, berichtet die Israelin, die seit 17 Jahren in Deutschland lebt, weil die soziale Absicherung deutlich schlechter sei als in Deutschland. Impfgegner und Verschwörungstheoretiker seien „eine Randerscheinung“, die Israelis hätten eine andere Mentalität: „Sie sind gewohnt, mit Bedrohungen zu leben, und wissen, dass es einen 100-prozentigen Schutz nicht gibt“, so Oliel.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. A

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Folge 74: Schnelltests - Chef der Essener Uniklinik attackiert Merkel

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 74
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 74

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, sieht in der Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel an eine rasche Bereitstellung von Corona-Schnelltests für alle ein sich abzeichnendes Desaster. In der neuen Folge unseres Videocasts „19 – die DUB Chefvisite kritisiert der Mediziner, dass die Kanzlerin ihren Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) „zurückgepfiffen“ habe und das Thema jetzt erst beim Treffen mit den Ministerpräsidenten am 3. März besprechen wolle. Das Vorgehen erinnert Werner an den „indiskutablen Start zum Tragen einer Schutzmaske vor einem Jahr“.

Politik des Zögerns und Zauderns kostet Menschenleben

Auch damals habe Merkel die Einführung der allgemeinen Maskenpflicht verzögert und damit eine „Chance verpasst“ im Kampf gegen die Pandemie, so der Mediziner. Er stellt klar, dass es „in dieser Phase mit Schnelltests in der Breite noch nicht um die Zulassung zum Kinobesuch“ gehe, sondern um das „frühzeitige Erkennen von Infizierten“. „Jeder Nachweis einer Infektion zählt!“, so Werner.

„Die deutsche Politik des Zögerns und Zauderns, die uns bei Masken oder beim Einkauf von Impfstoffen schon viele Menschenleben gekostet hat, wird hier fortgesetzt“, rügt der Klinikchef. Er fürchtet, dass das Vorgehen „die Corona-Politik und damit die ohnehin schon bröckelnde Akzeptanz der Bevölkerung massiv beschädigt“.

CDU-Poliktiker Bosbach lehnt Zero-Covid-Strategie ab

„Die Ziele der Corona-Politik sind nach wie vor richtig“: Wolfgang Bosbach, der frühere Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, betont in der Sendung, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden müsse. Eine Absage erteilt der CDU-Politiker aber einer Zero-Covid-Strategie, die auf die Vermeidung jeglicher Corona-Infektion abzielt: „Ich weiß nicht, wie das ohne absoluten Lockdown funktionieren soll“, sagt Bosbach. Dieser würde jedoch „schwere Nebenwirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft“ mit sich bringen.

TV-Koch: Öffnung der Restgaurants ist möglich

TV-Koch Alexander Herrmann sieht die Gastronomie für Öffnungen „sehr gut aufgestellt – wenn man uns lässt“. „Gastro kann Hygiene, wir wachsen damit auf“, so Herrmann, der selbst neben einem Hotel mehrere Restaurants betreibt. Die Räumlichkeiten hat er bereits technisch aufgerüstet, etwa mit Luftfiltern. „Ich kann mein Geschäft in fünf bis sieben Tagen wieder hochfahren, Corona-konform“, sagt Herrmann. Ihm fehlt die Weitsicht in der Politik: „Wir müssen uns auf den Oktober vorbereiten“, fordert er. Dann könnten die Infektionszahlen wegen niedrigerer Temperaturen wieder steigen. Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um Gesundheitssystem und -ämter personell aufzustocken.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Als Talk-Gäste am Mittwoch, den 24. Februar, mit dabei: Markus Rejek, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld, und die Israel-Kennerin Daniela Oliel.

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Folge 73/ Neue Hoffnung: Über 250 Corona-Impfstoffe in der Entwicklung

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 73
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 73

Weltweit gibt es aktuell mehr als 250 Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus. Damit zeichnen sich „neue Produkte“ im Kampf gegen die Pandemie ab, sagt die DWS-Biotech-Fondsmanagerin Noushin Irani in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite. Bei der Entwicklung würden „technologische Durchbrüche wie Zell- und Gentherapie oder mRNA helfen“, so Irani.

Das lasse langfristig auch auf Erfolge in der Behandlung von Krebs und anderen unheilbaren Krankheiten hoffen. Durch Biotechnologie seien bereits die schon zugelassenen Impfstoffe in „historisch beispiellosem Tempo“ möglich gewesen, urteilt die Fondsmanagerin.

Doctorbox: Wie die Digitalisierung im Kampf gegen Corona hilft

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, hält durch Biotechnologie eine „Revolution in der Medizin und Therapie“ für möglich. Helfen würde dabei eine „digitale Gesamtvernetzung mit Analysemöglichkeit sämtlicher relevanter Gesundheitsdaten“ – zum Beispiel bei der Corona-Impfung, so der Mediziner in der Sendung.

Bereits möglich sind aus Werners Sicht „funktionierende Regionalmodelle wie es beispielsweise in der vergangenen Woche für Böblingen mit der Doctorbox-App vorgestellt wurde“. Diese könnten auf andere Regionen ausgeweitet und so die Corona-Maßnahmen gelockert werden. Werner will dabei „lieber kleine Schritte gehen als große Versprechungen zu machen, die außer Vertrauensverlust nichts bewirken“.

Finanz-Staatssekretärin für Studenplan für Lockdown-Ausstieg

„ Die Menschen brauchen dringend einen Stufenplan“ für das Ende des Lockdowns, fordert Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, mit Blick auf das nächste Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am 3. März. Ein Stufenplan wäre für Hagedorn ein „Hoffnungsschimmer“ in Pandemiezeiten.

Abhängig vom Infektionsgeschehen könnten dann auch Läden in den Innenstädten wieder öffnen. Für die Zeit nach der Pandemie sei finanzielle Unterstützung des Bundes für Länder und Kommunen nötig, um die Fußgängerzonen wiederzubeleben, so die SPD-Politikerin. Die City müsse aber „neu gedacht“ werden. Denn: „Corona wird unsere Gesellschaft nachhaltiger verändern als es manche wahrhaben wollen.“ Fußgängerzonen will sie künftig als Orte für „Kommunikation, Kultur, Kunst“ positionieren.

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Folge 72/ Barmer-Impfsystem soll Corona-Todesfälle um 45 % verringern

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 72
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 72

Die Zahl von Corona-Toten in Deutschland könnte um bis zu 45 Prozent sinken, wenn die Reihenfolge beim Impfen mit einem neuen Modell der Barmer „optimiert“ wird. Das sagt der Vorstandsvorsitzende der Krankenversicherung, Professor Christoph Straub in unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite.

Das wissenschaftliche Institut der Barmer habe das Risiko für schwere Corona-Verläufe bei bestimmten Vorerkrankungen auf Basis von Versichertendaten ermittelt. Die Analyse habe zum Beispiel ergeben, dass „psychische Erkrankungen ein hohes Risiko“ darstellten. Diese seien aber bei der Impf-Priorisierung durch die Ständige Impfkommission (Stiko) und den Ethikrat gar nicht berücksichtigt worden, so Straub.

Kombination aus Vorerkrankungen hat höchstes Risiko-Potenzial

Zudem habe sich gezeigt, dass Menschen mit mehreren Vorerkrankungen, die in Kombination das Risiko verstärken, maximal gefährdet seien. Diese müssten möglichst sofort priorisiert und geimpft werden, um die Belastung des Gesundheitssystems zu senken.

Weil zunächst die am stärksten gefährdeten Hochbetagten geimpft werden, sei es „noch nicht zu spät“, die Ergebnisse der Barmer-Analyse zu berücksichtigen, betont Straub. Die neue Identifizierung von Risikopatienten durch Datenanalyse könne jetzt greifen, wenn Vorerkrankte an die Reihe kommen. „Dann kann es einen relevanten Zugewinn an Sicherheit geben“, sagt Straub.

Barmer-System soll ein Weg sein, um schneller aus dem Lockdown zu kommen

Vor allem würden durch eine Verringerung schwerer Krankheitsverläufe Kliniken entlastet, denen wegen der Mutationen des Coronavirus eine neue Welle von Covid-Patienten droht. Das neue Barmer-Impfsystem eröffnet so die Chance, schneller aus dem Lockdown zu kommen. Letztlich werde auch die Fairness bei der Vergabe von Impfterminen gesteigert, sagt Straub: „Das ist für den Zusammenhalt in den nächsten Monaten extrem wichtig.“ Er freut sich, dass die Barmer als Partner des Robert-Koch-Instituts (RKI) agiere.

Vor den Schnelltests: Erstmal Aufklärung

Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, betonte in der Sendung, dass es vor den angekündigten kostenfreien Corona-Schnelltest, zum Beispiel in Apotheken dringend einer Informations-Kampagne bedarf. Nach dem Impfstart stehe mit der Testoffensive die nächste „Mammutaufgabe“ für die Beteiligten bevor, sagt Werner in der Sendung. Die Schnelltests sollen laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab 1. März zur Verfügung stehen.

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Folge 71/ Chef der Essener Uniklinik gegen Wahlfreiheit beim Impfen

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Die Debatte um die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes lässt beim Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, die „Alarmglocken läuten“. Werner hatte den Impfstoff zuvor ausdrücklich gelobt. In unserem Videocast „19 – die DUB Chefvisite. lehnt der Mediziner eine Wahlfreiheit der Bürger für Impfstoffe ab und warnt vor einer „damit verbundenen, möglichen Verlängerung des ganzen Impfplans in Deutschland“.

Schlechte Studienplanung wird AstraZeneca zum Verhängnis

Dem britisch-schwedischen Hersteller hält Prof. Werner „unzureichende Studienplanung“ zur Wirksamkeit des Präparats vor. Diese habe zu Verwirrung geführt. Dagegen fordert Werner eine „intensive, bundesweite Aufklärungskampagne“ unter Einsatz von Impf-Fürsprechern „mit hoher Glaubwürdigkeit entlang der Altersgruppen bis Anfang 60“ – „natürlich parteiübergreifend“, betont er.

Datev-Chef: Homeoffice wird auch nach der Pandemie normal sein

Als Gast der Sendung berichtete der Chef des Softwarehauses Datev, Robert Mayr, von Erfahrungen seiner Kunden – vor allem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – im Lockdown. „Wer vorher digital war, kommt besser durch die Krise“, so die Zusammenfassung. Einige Kanzleien seien durch die Einschränkung „niemals in ihrer Arbeit beeinträchtigt“ gewesen. Diese Erfahrung setze sich gerade in der Fläche durch. Und „das Berufsbild des Steuerberaters wandelt sich hin zum Digitalisierungscoach“, so Mayr.

Er hat festgestellt, dass ein Unternehmen mit rund 8000 Mitarbeitern wie die Datev „in klassischen Organisationsformen nicht mehr bestehen kann“. 90 Prozent der Belegschaft seien zeitweise im Homeoffice gewesen, „trotz physischer Distanz sind wir in der Krise aber näher zusammengerückt“. Der Datev-Chef erwartet, dass sich der Wechsel zwischen Büro- und Heimarbeit durchsetzen wird. Das gelte für alle Berufe, die am Schreibtisch erledigt werden.

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