Extraschicht 2019

Extraschicht 2019: Das Programm in den Ruhrgebiets-Städten

In 24 Städten in der Region findet am 29. Juni die Extraschicht statt. Mit dabei ist wieder der Landschaftspark Duisburg-Nord. Er feiert gleichzeitig seinen 25. Geburtstag.

In 24 Städten in der Region findet am 29. Juni die Extraschicht statt. Mit dabei ist wieder der Landschaftspark Duisburg-Nord. Er feiert gleichzeitig seinen 25. Geburtstag.

Foto: Thomas Berns

Essen.  2000 Künstler spielen am 29. Juni 2019 in Industrieanlagen oder Museen bei der Extraschicht. Diese Städte aus dem Ruhrgebiet sind mit dabei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine Nacht, 24 Städte, 50 Spielorte und bis zu 200.000 Besucher. Das kündigt die Ruhr Tourismus GmbH für die Extraschicht am Samstag, 29. Juni, an. Seit 2001 gibt es die Nacht der Industriekultur, die das industriekulturelle Erbe der Region sichtbar zu machen und gezielt miteinander vernetzen soll.

Die Veranstalter verzichten dabei bewusst auf eine Zentralveranstaltung – sie setzen auf rund 500 Events in den einzelnen Städten. Ein Mobilitätskonzept soll den Wechsel zwischen Stadtort und Stadt einfach machen. Mit dem Ticket haben Gäste Eintritt zu allen Spielorten zudem können sie ohne zusätzliches Ticket öffentliche Verkehrsmittel und Shuttlebusse nutzen.


Diese Städte sind bei der Extraschicht 2019 dabei:

Bochum

Vier Spielorte machen die Nacht in Bochum zum Tag:

Die Jahrhunderthalle (An der Jahrhunderthalle 1) gilt als eines der Vorzeigeprojekte des Strukturwandels. Es gibt Musik und Rundgänge durch die Unterwelten der ehemaligen Gaskraftzentrale. Die Privatbrauerei Moritz Fiege (Moritz-Fiege-Straße 1) bietet auf dem Firmengelände an der Moritz-Fiege-Straße Lichtkunst, Musik, Brauerei-Erkundungen und Biergenuss.

Das Industriemuseum Zeche Hannover (Günnigfelder Str. 251) setzt zur Extraschicht Impulse, in denen Vergangenheit und Zukunft aufeinandertreffen: Feuerstellen am Förderturm bieten Gelegenheit zum Tratschen und Erinnern. Eine Zeitreise in die Welt von Dampf & Eisen ermöglicht das Eisenbahnmuseum Dahlhausen (Dr.-C.-Otto-Straße 191).

Bottrop

Rund 170 Künstler kommen zum Tetraeder (Beckstraße 57a), um unter dem Motto „Im Wandel der Zeit“ für Stimmung zu sorgen. Höhepunkt wird die Show der Luftakrobaten von „Sol’Air“, die sich in die Landmarke hängen werden.

Es gibt aber nicht nur Programm auf dem Tetraeder. Entlang der Serpentinen rauf zur Halte werden Uhrmacher an der Zeit schrauben und Zeitpiraten Schatzkisten auf dem Gelände verstecken, der Movie Park hat versprochen, Marylin Monroe und Marlene Dietrich vorbeizuschicken.

Duisburg

Im Mittelpunkt der Extraschicht in Duisburg steht der Landschaftspark Duisburg-Nord (Emscherstraße 71), der gleichzeitig sein 25-jähriges Bestehen feiert. Das Motto lautet „Die Verwandlung“ – die Organisatoren betonen die wundersame Metamorphose vom ehemaligen Arbeitsplatz zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Ruhrgebiet – zudem gibt es ein Feuerwerk.

Wem das noch nicht reicht, kann mit dem Shuttle in die Innenhafen fahren und dort weitere Knalleffekte, samt musikalischer Untermalung, bestaunen. Weitere Spielorte sind das Binnenschifffahrtsmuseum (Apostelstraße 84) und Thyssen-Krupp (Franz-Lenze-Straße).

Hagen

Zum fünften Mal machen die Elbershallen (Dödterstraße 10) bei der Extraschicht mit. Und das nicht erst am Veranstaltungssamstag, sondern schon am Freitag (28. Juni) – damit sich der Aufwand lohnt. Es gibt 80er und 90er-Musik von der Band „Sound Park“. Einen Tag später finden verschiedene Themen-Führungen über das Gelände statt.

Hattingen

Mit dem „Feuer.Wehrk“ (Henrichs-Allee 2) und der Henrichshütte (Werksstraße 31-33) hat Hattingen diesmal zwei Spielorte bei der Extraschicht.

Im „Feuer.Wehrk“, Deutschlands größtem Feuerwehrmuseum, gibt es 20 Minuten lange Express-Führungen, bei denen die Besucher Fahrzeuge, Spritzen und Schläuche aus der Geschichte bestaunen können. Vor der Halle spielt die Big Blast Company eine Mischung aus Jazz, Funk und Soul.

Rund um die Heinrichshütte können die Gäste bei der Extraschicht über Hochöfen gehen und die Aussicht auf das mit Fackeln und Kerzen beleuchtete Areal genießen.

Herne

Bei der Extraschicht in Herne gibt es drei Spielorte. Das Archäologiemuseum (Europaplatz 1) verwandelt sich in eine Fantasiewelt. In Erlebnisführungen erkunden die Besucher „fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Vor und hinter den Fassaden der Flottmann-Hallen (Straße des Bohrhammers 5) findet es eine Party unter dem Motto „Swing“ und Rudelsingen statt. In der Kulturbrauerei Hülsmann (Eickeler Markt 1) gibt es Live-Musik, eine Licht- und Soundshow sowie Bierverkostungen.

Mülheim

In Mülheim ist bei der Extraschicht 2019 erstmals die Stadthalle (Theodor-Heuss-Platz 1) unter dem Motto „Ruhr-Venedig“ dabei. Besucher können bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen, eine Gondoliere bringt Besucher in romantischen Booten über die Ruhr.

Die Alte Dreherei, (Am Schloß Broich 50) ist im vergangenen Jahr regelrecht vor Gästen übergelaufen. 2019 wird die achtköpfige Künstlergruppe AnDer einige großformatige Werke in das Holzständerwerk hängen – das Motto lautet „Alles in Bewegung“.

Zum 19. Mal, also von Beginn an, macht das Aquarius Wassermuseum (Burgstraße 70) bei der Extraschicht mit. An dem Ort der Ruhe können Gäste eine Tasse Tee genießen – wie facettenreich Tee und seine Zubereitung sind, zeigen Weltmeister aus Ostfriesland, Briten, Araber und Chinesen in fünf Zelten.

Oberhausen

Neben den drei bewährten Spielorten Gasometer (Arenastraße 11), Ludwiggalerie (Konrad-Adenauer-Allee 46) und Theater an der Niebuhrg (Niebuhrstraße 61) repräsentiert 2019 erstmals der Peter-Behrens-Bau (Essener Straße 80) das LVR-Industriemuseum. Denn in der Zinkfabrik Altenberg ist in diesem Sommer Baustelle.

Vor zwei Wochen erst eröffnete in dem gewaltigen Bauhaus-Flaggschiff aus Backstein und Stahl die Ausstellung „Nützlich und schön“ mit Produktdesign der 1920er bis 1940er Jahre, die dieses Jahr bei der Nacht der Industriekultur dabei ist.

Wetter

Spielorte der Extraschicht in Wetter sind die Burgruine in der Freiheit (Im Kirchspiel 4) und das Demag-Distributionszentrum (Ruhrstraße).

Das Gelände in der Freiheit soll bei der Nacht der Industriekultur durch Lichteffekte in Szene gesetzt werden. Im Distributionszentrum findet laut Programm „halbstündlich eine spektakuläre Sound- und Lichtchoreographie“ statt, die zugleich Einblicke in die Logistikabläufe der Demag geben soll.

Witten

„Schall und Rauch“ heißt das diesjährige Motto an der Zeche Nachtigall (Nachtigallstraße 35) bei der Extraschicht in Witten.

Zu sehen sind Fahrzeuge, unter anderem ein echter DeLorean – das Auto mit Flügeltüren aus dem Film „Zurück in die Zukunft“. Kinder können eine Rundfahrt mit historischen Dampftraktoren der Marke Bumpkin unternehmen. Halbstündlich werden Führungen durch das Besucherbergwerk angeboten. Um Mitternacht gibt es ein Feuerwerk.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben