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Nach Sturmtief "Xavier" Fernverkehr der Bahn weiter gestört

Beim Fernverkehr der Bahn wird es noch bis zur nächsten Woche weiter Beeinträchtigungen geben.

Beim Fernverkehr der Bahn wird es noch bis zur nächsten Woche weiter Beeinträchtigungen geben.

Essen.  Hunderte Bahnreisende haben wegen Sturm "Xavier" die Nacht in Zügen verbringen müssen. Beim Fernverkehr der Bahn wird es weiter Probleme geben.

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Bahnreisende müssen sich nach Sturmtief "Xavier" im Fernverkehr in NRW noch bis Anfang nächster Woche auf Beeinträchtigungen einstellen. "Auswirkungen gibt es im Fernverkehr Richtung Norden und Nordosten", sagte ein Sprecher der Bahn am Freitag. Mit einem Hubschrauber wurde erkundet, ob auf Bahnstrecken etwa Bäume im Gleis liegen.

Weitgehend normalisiert hat sich laut Angaben der Bahn am Freitag dagegen der Regionalverkehr. Eine Ausnahme ist die Strecke zwischen Minden und Nienburg in Niedersachsen. Sie ist laut Bahnsprecher voraussichtlich noch bis Samstagmittag gestört, da auch dort Bäume im Gleis liegen. Betroffen von der Störung ist der RE 78. Ob es für Reisende einen Ersatzverkehr mit Bussen geben wird, sei derzeit nicht absehbar, so der Sprecher weiter.

Bahnreisende mussten die Nacht im Zug verbringen

Die Fahrgäste, die in Minden über Nacht festsaßen, konnten die Stadt inzwischen verlassen. Zwei ICE-Züge und ein Regionalexpress waren dort am Donnerstagnachmittag gestoppt worden. Laut Auskunft der Bahn hatten allein in den beiden ICE-Zügen rund 400 Fahrgäste gesessen. Rund die Hälfte der Fahrgäste habe die Züge auf eigene Faust verlassen können - die übrigen hätten Feuerwehr und Rotes Kreuz mit Essen und Getränken versorgt. Sogenannte Hotelzüge gab es außer in Minden auch an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld und Düsseldorf.

Inmitten des Sturms landete am Donnerstag ein Pilot seinen aus Dubai kommenden Airbus A380 auf dem Flughafen in Düsseldorf. Anschließend fuhr das größte Passagierflugzeug der Welt bei böigen Seitenwinden in Kurven auf der Landebahn. Im Internet wurde das eindrucksvolle Video von der Landung binnen eines Tages mehrere hunderttausend Male aufgerufen. Ein Flughafensprecher sagte am Freitag, es seien aber keine besonderen Maßnahmen notwendig gewesen. Generell übermittele die Deutsche Flugsicherung den Piloten die aktuellen Wind- und Wetterwerte. Der Pilot entscheide dann, ob er lande oder nicht.

Sieben Menschen in Deutschland sterben beim Sturm

In Nordrhein-Westfalen hatte "Xavier" am Donnerstag vergleichsweise wenige Schäden verursacht. Die Feuerwehr musste vor allem in Ostwestfalen und im Sauerland wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Im sauerländischen Arnsberg war etwa ein Baum in der Nähe der Grundschule auf die Straße gefallen und hatte dort eine Bushaltestelle sowie einen Teil der Straße blockiert. In Dortmund war ein etwa eine Tonne schwerer Ast auf das Dach eines Mehrfamilienhauses gestürzt. Menschen wurden nicht verletzt.

Die höchste Windgeschwindigkeit in NRW hatte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagmittag auf dem Kahlen Asten im Sauerland mit 100 Stundenkilometern gemessen. Bundesweit hat das Sturmtief mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Allein in Brandenburg starben vier Menschen. (dpa)

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