Corona-Regeln

Die NRW-Corona-Regeln: Starke Einschränkungen in Hotspots

Einheitliche Regelungen für Corona-Hotspots in NRW

In NRW soll es einheitliche Regeln für Corona-Hotspots geben. Laut Laschet zeige sich etwa an der Stadt Hamm, dass lokale Maßnahmen wirken.

Beschreibung anzeigen

Essen.  Wegen steigender Coronafälle gibt es in NRW weitere Verschärfungen. Auflagen für private Feiern wurden vereinheitlicht. Die Regeln im Überblick.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten in NRW weiter strenge Hygiene-Auflagen, wie zum Beispiel der Mindestabstand von 1,50 Metern oder die Maskenpflicht in Bus und Bahn. Die Landesregierung hat diese Regelungen vorerst bis einschließlich 31. Oktober verlängert.

Update, 16. Oktober: Diese Corona-Regeln gelten in NRW:

Ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern:

  • Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern sind unzulässig.
  • Feste mit herausragenden Anlass, wie zum Beispiel Hochzeiten, sind auf maximal 25 Personen beschränkt.
  • Die Maskenpflicht gilt bei Veranstaltungen auch auf dem Sitz- oder Stehplatz.
  • Zudem gilt die Maskenpflicht in streng frequentierten Außenbereichen, wie zum Beispiel in Fußgängerzonen.
  • Kommunen können weitere Schutzmaßnahmen beschließen, wie zum Beispiel eine Sperrstunde.

Ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern:

  • Ab 23 Uhr bis 6 Uhr gilt in der Gastronomie eine Sperrstunde.
  • Auch der Verkauf von alkoholischen Getränken ist in dieser Zeit untersagt.
  • Feste aus herausragendem Anlass sind auf zehn Personen beschränkt.
  • Veranstaltungen sind - innen und außen - auf maximal 100 Personen beschränkt. Veranstaltungen sind allerdings bis zu maximal 250 Personen möglich, wenn die zuständige Gesundheitsbehörde ein vorgelegtes Hygienekonzept akzeptiert.
  • Zudem dürfen nur noch 5 Personen oder maximal zwei Hausstände in der Öffentlichkeit zusammenkommen.

Ab einer Inzidenz von über 50 nach 10 Tagen:

  • Kommunen schreiben weitere, zusätzliche Schutzmaßnahmen vor

Update, 15. Oktober: Das Kabinett und die Oberbürgermeister wollen am Freitag, 16. Oktober, beraten, wie sie die am Mittwoch in Berlin gefassten Beschlüsse umsetzen. Grundsätzlich bewegen sich die Bund-Länder-Beschlüsse auf der bisherigen NRW-Linie. Laschet hatte bereits vor Wochen eine „lokale Corona-Bremse“ ab einem Schwellenwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen eingeführt. Bis dahin sind in den Risikogebieten die jeweiligen Neuverordnungen der Städte gültig. Einen Überblick gibt es hier.

Update, 12. Oktober: Das Land NRW hat einheitliche Regeln verkündet: In sogenannten Hotspots, wo die Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen je 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen überschreiten, gibt es einheitliche Einschränkungen für den öffentlichen Raum. Es dürfen sich höchstens fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten versammeln. Veranstaltungen über 500 Personen draußen bzw. über 250 Teilnehmer drinnen sind dann Tabu. Bei Kneipen und Restaurants sollen die Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Und bei privaten Feiern in Risikogebieten sind im öffentlichen Raum höchstens 25 Personen zulässig.

Sobald ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt die Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreitet, sollen sich dort nur noch bis zu fünf Menschen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Unter anderem sollen dann auch Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants eingeschränkt werden.

Landesweit soll es außerdem mehr Tests in Alten- und Pflegeheimen geben. Gibt es in einer Kommune mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, würden alle Bewohner sowie das Personal der Alten- und Pflegeheime dort einmalig auf das Virus getestet.

Update, 30. September: Unter dem Eindruck des Corona-Ausbruchs in Hamm, der von einer großen Hochzeitsfeier ausging, sowie steigender Fallzahlen auch in anderen Städten führt die Landesregierung ab dem 1. Oktober eine Meldepflicht für Privatfeiern ab 50 Gästen ein. Die Regel greift immer dann, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro rechnen. ↓ Mehr zum Thema

Darüber hinaus wird die Angabe falscher Kontaktdaten künftig härter bestraft. Wer beispielsweise im Restaurant falsche Daten angibt, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro belegt werden


Coronavirus in NRW – Die Regeln im Überblick

Alle Corona-Regeln haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt. Keine Lust zu scrollen? Mit einem Klick auf ein Thema gelangen Sie zum entsprechenden Abschnitt dieses Artikels:


Kontaktbeschränkungen gelten weiter – Bußgelder bis zu 150 Euro

Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Nordrhein-Westfalen gelten vorerst bis zum 31. Oktober 2020, und damit bleibt auch der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter zu anderen Menschen weiter bestehen. Weiter gültig ist die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen sowie in Bussen, Bahnen, auf Wochenmärkten, an Haltestellen, Bahnhöfen, in Taxis, Arztpraxen, Post, Bank und Tankstellen. Sie besteht weiterhin.

Seit dem 1. September können Ordnungsbehörden in NRW Verstöße gegen Hygienevorschriften (z.B. in Geschäften) mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro ahnden. Im ÖPNV sind weiterhin sogar bis zu 150 Euro möglich.

Für Neuinfektionen gilt eine Obergrenze: In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage müssen die Lockerungen wieder zurück genommen werden.

In so einem Fall soll statt eines neuerlichen Lockdowns eine lokale Corona-Bremse greifen. Städte und Kreise mit hohen Infektionswerten sollen dann bereits vor Erreichen der Inzidenz-Schwelle (Sieben-Tages-Inzidenz von 50) „ein passgenaues lokales Maßnahmenpaket“ mit dem Land abstimmen. In NRW sollen die betreffenden Kommunen, Landkreise und Bezirksregierungen ab einem Wert von 35 aktiv werden, um einen möglichen regionalen Lockdown abzuwenden.

Künftig gelten zudem ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Beschränkungen für Veranstaltungen: Erlaubt sind dann nur noch Feiern und Veranstaltungen aus besonderem Anlass, beispielsweise Hochzeiten, runde Geburtstage und Beerdigungen. Wer mehr als 25 Gäste erwartet, muss die Veranstaltung seinem Ordnungsamt melden. Ab 50 Gästen ist sogar eine Genehmigung der Stadt erforderlich, die zwei Wochen im Vorfeld eingeholt werden muss.

Lesen Sie im Folgenden, wie es in den verschiedenen Branchen und Bereichen weitergeht und welche Lockerungen wo gelten:

ÖPNV: 150 Euro Sofort-Bußgeld für Maskenpflicht in Bus und Bahn


Schon seit Monaten gilt im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine Maskenpflicht. Fahrgäste von Bus und Bahn müssen während der Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ausnahmen sind unter anderem beim Essen und Trinken – was die meisten Nahverkehrsbetriebe in ihren Fahrzeugen aber generell nicht gestatten. Diese Regel bezieht sich daher eher auf die Züge des Nah- und Fernverkehrs.

Seit Mittwoch, 12. August, sollen Masken-Verweigerer schon beim ersten Verstoß ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen. Das hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst angekündigt. Man wolle "keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln". Verkehrsbetriebe aus der Region begrüßten diesen Schritt. Einziehen sollen Busfahrer und Zugbegleiter die Strafen übrigens nicht. Das bleibt Sache von Polizei und Ordnungsämtern.

Lesen Sie dazu: 150 Euro Bußgeld – Unternehmen für Härte gegen Maskenmuffel

Zurück zur Themenübersicht

Schulen – Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr generell


Zum Start des neuen Schuljahres am 12. August hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) „so viel Präsenzunterricht wie möglich“ angekündigt. Es gebe „keine dauerhafte Alternative zum Präsenzunterricht.“ Nur wenn es zu Infektionsfällen an den Schulen komme, soll es Distanz-Unterricht geben. Dafür werde die digitale Ausstattung der Schulen mit 350 Millionen Euro verbessert. Künftig soll der Fernunterricht bewertet werden. Wie das erfolgen soll, regele eine neue „Handreichung“ für Lehrer.

Schüler, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, erhalten Distanzunterricht, so die Ministerin. Sie sind weiterhin verpflichtet, sich auf den Stoff vorzubereiten und Hausaufgaben zu erledigen. Die Gesundheitsbehörden vor Ort müssten entscheiden, ob im Infektionsfall einzelne Schüler, ein ganzer Klassenverband oder sogar die Schule geschlossen werden müsse. Erstklässer sollten jedoch möglichst vom Distanz-Unterricht ausgenommen werden, so Gebauer.

Seit Schuljahresbeginn gilt in allen NRW-Schulformen auf dem Schulgelände eine Maskenpflicht. Die Maskenpflicht im Unterricht, die bis zum 31. August galt, wurde vom Land nicht verlängert. Schulen könnten allerdings ein Masken-"Gebot" verfügen, das für Schülerinnen und Schüler freiwillig wäre.

Grundschulkinder müssen mit der neuen Corona-Betreuungsverordnung im Klassenraum bei Unterricht im Klassenverband ab sofort keine Mund-Nase-Bedeckung mehr tragen. Bislang durften die Schüler nur am Sitzplatz die Maske abnehmen. Jetzt dürfen sie sie im Klassenraum auch abnehmen, „wenn sie im Rahmen der Unterrichtsgestaltung ihren Sitzplatz verlassen“, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung des Ministeriums an die Schulen hieß. Diese Änderung trat am 1. Oktober in Kraft trat.

Das Schulministerium betonte, dass auch in der Primarstufe wie bisher die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen ist, sobald der Klassenraum verlassen wird. Auch bei gemischten Gruppen mit Schülern aus unterschiedlichen Klassen würden die alten Regeln unverändert gelten. Mit der Neuregelung wird eine Regel auf die Klassengruppen ausgeweitet, die bislang nur für die festen Gruppen der Ganztagsbetreuung galt.

Schulen können ihren Beginn am Morgen entzerren auf den Zeitraum von 7.30 bis 8.30 Uhr. Die Zahl der wöchentlichen Pflichtstunden einer Lehrkraft kann aus schulorganisatorischen Gründen für bis zu sechs Monate um bis zu sechs Stunden über- oder unterschritten werden.

Unterrichtsräume sollen regelmäßig gelüftet werden. Räume, in den das baulich nicht möglich ist, sollen nicht für den Unterricht genutzt werden, sagte Gebauer.

Das Lehrpersonal kann sich alle zwei Wochen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Diese Regelung gilt vorerst bis zu den Herbstferien. Für Schüler sind keine regelmäßigen Covid-Tests geplant.

Rückblick: Ab dem 16. März blieben die Schulen in Nordrhein-Westfalen für mehrere Wochen geschlossen. Am 23. April waren zunächst die Abschlussjahrgänge zurückgekehrt, am Donnerstag, 7. Mai, öffneten die Grundschulen in NRW wieder für Viertklässler. Seit 11. Mai, gilt in NRW wieder Präsenzunterricht an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Kitas sind Mitte August zum Regelbetrieb zurückgekehrt


Die Kitas in NRW sind am 17. August zum Regelbetrieb zurückgekehrt. Die Enscheidung hatte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am 28. Juli mitgeteilt. Kinder werden seit dem 17. August wieder im gebuchten Stundenumfang betreut; bis dahin galt eine Reduzierung von zehn Stunden pro Woche. Eine strikte Trennung von Kita-Gruppen muss seit dem 17. August trotz Corona-Pandemie nicht mehr eingehalten werden.

Auch der Umgang mit kranken Kita-Kindern in NRW wurde gelockert. Kinder mit bereits bekannten, nicht-infektiösen chronischen Erkrankungen sind in die Betreuung aufzunehmen. Das geht aus den am 28. Juli veröffentlichten Empfehlungen des NRW-Familienministeriums zur Corona-Pandemie hervor. Gemeint sind demnach etwa Asthma, Allergien, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Kinder, die hingegen Fieber haben oder Symptome, die auf eine akute, ansteckende Krankheit hinweisen, sollen demnach weiterhin nicht betreut werden.

Zum Umgang mit Schnupfen empfiehlt das Ministerium: „Im Falle einer laufenden Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung des Wohlbefindens des Kindes, sollte zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden, ob weitere Symptome wie Husten, Fieber, etc. hinzukommen.“ Wenn nicht, könne das Kind wieder betreut werden.

Nach hatte Familienminister Joachim Stamp (FDP) Ende Juni bereits seine ursprüngliche Vorgabe kassiert, kranke Kinder nur mit einem ärztlichen Attest wieder in die Kita zu lassen. Seitdem reicht es, wenn die Eltern selbst schriftlich versichern, dass die Kinder seit 48 Stunden symptomfrei sind.

Die Betreuung in den Kindergärten war in den vergangenen Monaten bereits schrittweise wieder geöffnet worden: Am 14. Mai, kehrten zunächst die Vorschulkinder, die einen besonderen Förderbedarf haben, sowie Kinder mit Behinderungen in die Kitas zurück. Ebenfalls seit Donnerstag, 14. Mai, dürfen Kinder ab 2 Jahren wieder bei Tagesmüttern oder -vätern betreut werden. Ab Donnerstag, 28. Mai, durften alle Vorschulkinder zumindest tageweise wieder in die Kita. Ab dem 8. Juni galt für alle Kita-Kinder in NRW ein zunächst eingeschränkter Regelbetrieb.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sind möglich


Die Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen wurden pünktlich zum Muttertagswochenende gelockert: Seit Samstag, 9. Mai, dürfen Familienangehörige und Freunde die Heimbewohner wieder unter Auflagen besuchen.

Jede Bewohner und jeder Bewohner darf laut Allgemeinverfügung (PDF-Datei) vom 27. August „täglich Besuch erhalten“. Die Besuche sind auf je zwei Besuche mit maximal zwei Personen begrenzt. Treffen sich Bewohner und Besucher im Freien, dürfen auch vier Menschen in der Pflegeeinrichtung vorbeischauen. Laut Allgemeinverfügung sind Besuche am Vormittag, Nachmittag sowie an Wochenenden und Feiertagen zulässig. Besuche dürfen keiner „zeitlichen Begrenzung von unter einer Stunde je Besuch“ unterliegen.

Besucher haben sich vor dem Besuchskontakt die Hände zu desinfizieren. Grundsätzlich sind 1,50 Meter Abstand einzuhalten. Tragen Besucher und Besuchte einen Mundschutz, ist die Einhaltung des Mindestabstands nicht erforderlich. In diesem Fall sind auch körperliche Berührungen zulässig.

Abstands- und Hygieneregeln sind strengstens zu beachten. Sowohl in Pflegeheimen als auch in Krankenhäuser werden Besuchsregister geführt. Krankenhäuser regeln ihre Besuchszeiten und die Beschränkungen selbst -- hierzu gibt es keine landesweit gültigen Standards. Wer einen Besuch im Krankenhaus plant, sollte sich im Vorfeld immer über die dort gültigen Coronaschutzbestimmungen informieren.

Besorgt blicken Pflegeheimbetreiber aus NRW auf die steigenden Corona-Infektionszahlen. In schärferen Besuchsregeln - wie sie in manchen Häusern bereits eingeführt wurden - sehen sie hohes Konfliktpotenzial.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Gastronomie und Hotels: Diese Corona-Regeln gelten beim Ausgehen


In NRW dürfen Gastronomiebetriebe seit dem 11. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Kneipen und Bars folgten am 15. Juni. An einem Tisch gemeinsam sitzen dürfen:

  1. Familienmitglieder in gerader Linie
  2. Personen aus maximal zwei Haushalten
  3. wenn 1 und 2 nicht zu treffen, maximal zehn Personen.

Zwischen den Rückenlehnen zweier Stühle müssen anderthalb Meter liegen. Pflicht ist, den Gästen feste Plätze zuzuweisen und ihre persönlichen Daten in Listen zu registrieren.

Das Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ist am Sitzplatz aufgehoben. Beim Betreten des Lokals oder beim Gang zur Toilette muss jedoch eine Maske angelegt werden.

Mit Änderung vom 15. Mai dürfen Restaurants nun auch wieder Buffets anbieten. Vor jedem „Gang“ müssen sich die Gäste die Hände desinfizieren und bei der Nutzung eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Um die Einnahmeausfälle bei Restaurants, Kneipen, Cafés, Hotels etwas zu kompensieren, hat das Bundeskabinett eine Mehrwertsteuersenkung für Speisen von 19 auf sieben Prozent beschlossen. Die Steuersenkung ist zunächst auf ein Jahr befristet und gilt seit dem 1. Juli. Getränke sind davon ausgenommen.

Wegen der steigenden Infektionszahlen haben einige Städte, darunter Düsseldorf und Duisburg, wieder eine Sperrstunde eingeführt. Bei den Beratungen am Freitag, 16. Oktober, wird darüber beraten, wie die landesweiten Regeln dazu aussehen sollen.

Hotels, auch kleine Pensionen, empfangen wieder Touristen. Auch die Campingplätze dürfen öffnen. Viele von ihnen sind aber längst ausgebucht und verlangen das Einhalten strenger Hygieneregeln. Etwa die Hälfte der Jugendherbergen in NRW ging am Freitag, 29. Mai, wieder an den Start: 16 in Westfalen, neun im Rheinland.

Gästen, die aus einem Risikogebiet eingereist sind, wird ein Aufenthalt in Hotels, Pensionen etc. untersagt, wenn sie kein negatives Corona-Testergebnis vorlegen können. Dieser Test darf maximal 48 Stunden vor der Anreise gemacht worden sein.

Fachmessen und Fachkongresse können mit Schutzkonzepten und beschränkter Besucher- und Teilnehmerzahl seit dem 30. Mai wieder stattfinden.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Einzelhandel: In Geschäften gilt eine Maskenpflicht


Alle Geschäfte dürfen unter Auflagen öffnen. Als Vorgabe gilt ein Kunde pro sieben Quadratmeter Ladenfläche. Die Umsetzung der Regel muss durch die Einzelhändler sichergestellt werden. Supermärkte behelfen sich beispielsweise damit, die Ausgabe von Einkaufswagen zu regulieren, um so die Zahl der Kunden im Geschäft zu befrenzen.

Ab dem 1. September können Verstöße in Geschäften (etwa gegen die Maskenpflicht) mit einem sofortigen Bußgeld in Höhe von 50 Euro geahndet werden.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Dienstleistungen: Friseure, Tattoo- und Piercing-Studios dürfen öffnen


Den Friseuren und Fußpflegern ist es seit dem 4. Mai wieder erlaubt, ihre Salons unter strengen Auflagen wieder zu öffnen. Handwerker können schon seit Beginn der Corona-Krise ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Dabei müssen sie die allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln strikt beachten.

Seit dem 11. Mai dürfen auch Betriebe aus dem Bereich der Körperpflege wie Kosmetik-, Waxing- und Nagelstudios sowie Massagepraxen wieder öffnen. Es gelten strenge Hygieneauflagen.

Tattoo- und Piercingstudios dürfen seit dem 20. Mai wieder öffnen.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Sportvereine, Fitnessstudios und Schwimmbäder


Unter freiem Himmel ist der Trainingsbetrieb in Sportvereinen seit dem 7. Mai wieder erlaubt. Kontaktsport (auch in geschlossenen Räumen) ist seit dem 15. Juni wieder für Gruppen bis zu zehn Personen zulässig. Am 12. Juli hob die Landesregierung diese Zahl auf 30 Personen an – sowohl im Freien als auch in der Halle. In beiden Fällen muss eine Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer durch Datenerfassung sichergestellt werden. Auch Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport sind unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts drinnen und draußen wieder zulässig. Die zulässige Zuschauerzahl liegt bei maximal 300 Personen.

Fitnessstudios und Sporthallen dürfen seit dem 11. Mai wieder öffnen – dabei müssen sie die strengen Kontakt- und Hygieneauflagen einhalten.

Seit dem 20. Mai dürfen unter Auflagen auch die Freibäder wieder öffnen. Am 30. Mai folgten die Hallenbäder. Seit dem 15. Juni ist auch der Besuch von Erlebnis- und Spaßbädern wieder erlaubt.

Tanzsport ist wieder möglich, wenn man mit einem festen Partner tanzt und ansonsten 1,5 Meter Abstand zu anderen Paaren hält.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Spielplätze, Parks, Botanische Gärten, Zoos und Freizeitparks


Seit Montag, 4. Mai, dürfen Museen und Ausstellungen, Gedenkstätten sowie Weiterbildungseinrichtungen wie Volkshoch- und Musikschulen wieder öffnen. Das gilt auch für Zoos sowie Garten- und Landschaftsparks. Seit Donnerstag, 7. Mai., dürfen in NRW auch Spielplätze wieder öffnen – wenn die Begleitpersonen der Kinder einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. Das Picknicken in Parks und anderen öffentlichen Orten ist seit dem 20. Mai, wieder erlaubt, Grillen dürfen Gäste seit dem 15. Juni wieder.

In Museen darf die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Besucher nicht höher sein als eine Person pro sieben Quadratmeter der Ausstellungsfläche. Es gilt eine Maskenpflicht.

Floh- und Trödelmärkte sind mit Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten erlaubt.

Auch Freizeitparks dürfen seit dem 11. Mai wieder öffnen. Für temporäre Freizeitparks, wie zum Beispiel funDOmio in Dortmund, hat die Landesregierung besondere Regeln aufgestellt, die ab dem 2. Juli gelten. Demnach sollen Tickets nach Möglichkeit online gekauft werden. Kontaktdaten sowie die Zeit des Betretens und Verlassens werden gespeichert. Auf dem Gelände darf sich maximal ein Besucher pro 7 Quadratmeter aufhalten. Beschäftigte von Schaustellern etc. sind dabei nicht mitzurechnen, soweit ihre Zahl eine Person je 35 Quadratmeter Ausstellungsfläche nicht übersteigt. Weiteres Servicepersonal ist jedoch mitzurechnen.

Schausteller müssen bei ihren Fahrgeschäften beachten, dass der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann. Ist das nicht möglich, gilt auf Fahrgeschäften wie Riesenrad oder Karussell die Maskenpflicht. Die Pflicht gilt auch in geschlossenen Kabinen und Gondeln. Für Laufwege und Wartebereiche sind Abstandsmarkierungen anzubringen. Alkohol darf nicht verkauft werden.

↑ Zurück zur Themenübersicht

Theater, Kinos, Konzerte, Diskos, Bordelle und Gottesdienste


Kinos, Theater, Oper und Konzerthäuser können seit dem 30. Mai wieder öffnen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern kann entfallen, wenn es feste Sitzplätze gibt. Dann muss ein Sitzplan erstellt werden, der genau erfasst, wo welche anwesende Person gegessen hat. Das gilt auch für außerschulische Bildungsangebote mit festen Sitzplätzen.

Veranstaltungen mit mehr als 300 Menschen sind zugelassen, wenn der Veranstalter dafür garantieren kann, dass die Hygienevorgaben und Mindestabstände eingehalten werden. Zwischen Musikern und Publikum müssen beispielsweise vier Meter Mindestabstand eingehalten werden. Zwischen Sängern gilt ein Abstand von mindestens drei Metern, zwischen Musikern mit Blasinstrumenten zwei Meter.

Veranstaltungen mit mehr als 500 Gästen müssen ihr Hygienekonzept ab 1. September auch um eine Regelung für An- und Abreise ergänzen.

Bordelle dürfen wieder öffnen. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte das Verbot Anfang September gekippt, die NRW-Regierung hatte daraufhin etliche Regeln für Prostituierte und ihre Kunden in die Hygienevorschriften der Coronaschutz-Verordnung aufgenommen. Der Betrieb von Swingerclubs ist indes zum 14. Oktober wieder verboten. In der am Dienstagabend veröffentlichten neuen Coronaschutz-Verordnung wurde ein Passus erweitert, der bisher nur Tanzlokale betraf. Wörtlich heißt es dort nun: „Der Betrieb von Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Dies gilt auch für Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen.“

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen müssen seit dem 28. August von den Kommunen mit dem Land NRW abgestimmt werden. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte, das Gesundheitsministerium habe künftig "das letzte Wort" in Sachen Genehmigung von Großveranstaltungen. Durch die aktuell steigenden Zahlen sind aktuell - Stand 14. Oktober - aber ohnehin keine Großveranstaltungen erlaubt.

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, sollen bis Ende des Jahres verboten sein. Darauf hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am 27. August verständigt. Unter diese Veranstaltungen fallen laut Coronaschutzverordnung zum Beispiel Festivals, Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste.

Weihnachtsmärkte werden durch die neue Coronaschutz-Verordnung unter Auflagen erlaubt. Voraussetzungen seien unter anderem eine Zugangssteuerung, ein Hygienekonzept und Namenslisten für Stehtische an Glühweinständen. Um das Gedrängel in den Innenstädten währen der Adventszeit zu entschärfen, will das Land auch die Sonntagsöffnung von Geschäften ermöglichen. Einige Städte, zum Beispiel Köln und Dinslaken, haben Weihnachtsmärkte bereits abgesagt oder angekündigt, diese in kleinerer Form stattfinden zu lassen.

Clubs und Diskotheken müssen weiterhin geschlossen bleiben. Eine Diskotheken-Betreiberin aus Köln hatte gegen das aktuelle Betriebsverbot zum Schutz vor Corona geklagt. Das oberste Verwaltungsgericht des Landes NRW entschied, dass die Corona-Schutzverordnung nicht zu beanstanden sei, wenn das Land annimmt, dass in Clubs und Diskotheken ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe. Besucher hielten sich dort dicht aneinander gedrängt auf oder tanzten - und das in üblicherweise schlecht belüfteten Räumen und bei häufig wechselnden Gästen.

Das OVG geht auch nicht davon aus, dass die Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen einer Gesichtsmaske bei einer Öffnung von Clubs und Diskotheken realistisch wäre. Die Antragstellerin hatte argumentiert, dass die fortdauernde Anordnung der Betriebsschließung ohne angemessenen finanziellen Ausgleich rechtswidrig sei. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

In Museen darf die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Besucher nicht höher sein als eine Person pro sieben Quadratmeter der Ausstellungsfläche.

Gottesdienste sind seit dem 1.Mai wieder erlaubt. In den Bänken sind Abständen zwischen einzelnen Gruppen einzuhalten. Wer zum Beispiel die Messe mit seinen Kindern besucht, darf zusammen sitzen, muss aber zur nächsten Gruppe mindestens 1,50 Meter Abstand einhalten. Je nachdem, wie sich die Gemeinde organisiert hat, sind auch Namens- und Adresslisten möglich.

Zurück zur Themenübersicht

Private Feiern und Veranstaltungen: Hochzeitsfeiern und Beerdigungen erlaubt


Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstage, Beerdigungen oder Abschlussfeiern sind unter Auflagen seit dem 15. Juni wieder erlaubt. Seit dem 12. Juli durften daran wieder maximal 150 Personen teilnehmen. Diese Obergrenze gilt auch weiter - angesichts des Corona-Ausbruchs in Hamm nach einer Großhochzeit verschärft die Landesregierung die Regeln aber, wenn eine Stadt oder eine Kommune mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche registriert hat: Privatfeiern ab 50 Gästen müssen ab 1. Oktober landesweit zwei Wochen vorher beim jeweiligen Ordnungsamt angemeldet werden. Die Coronaschutzverordnung soll entsprechend überarbeitet werden, kündigte NRW-Gesundheitsminister Laumann an.

Ab dem 1. November wird die Regelung jedoch verschärft. Dann sind NRW-weit im öffentlichen Raum nur noch Feiern erlaubt, mit höchstens 50 Personen. In "Risikogebieten", als ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche, wird die Zahl reduziert auf höchstens 25 Personen.

Weiter gilt: Das Abstandsgebot und die Verpflichtung, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, gilt bei diesen Festen nicht, sofern sichergestellt ist, dass die Teilnehmer nachverfolgt werden können. Auf Hygienevorkehrungen sollten die Feiernden dennoch achten, heißt es in der Verordnung.

Der Veranstaltung muss ein „herausragender Anlass“ zu Grunde liegen – Hochzeiten, Taufen und Jubiläen zum Beispiel. Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter bleiben weiterhin untersagt. Nicht betroffen sind Privatfeiern in der eigenen Wohnung. Hier gelte in NRW „der hohe Grundrechtsschutz der Privatsphäre“, versicherte das Gesundheitsministerium.

Zurück zur Themenübersicht

Beherbergungsregeln für Urlauber aus Risikogebieten

Mehrere Bundesländer haben mittlerweile ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten (Inzidenz über 50) eingeführt. Dort müssen etwa Urlauber unter Umständen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Dieser Test muss selbst bezahlt werden. Da jedes Bundesland dieses Beherbergungsverbot anders auslegt, sollten Reisende sich im Vorfeld über die jeweils gültigen Vorschriften vor Ort informieren.

In NRW gibt es das Beherbergungsverbot ebenfalls, da facto findet es aktuell aber keine Anwendung. Das erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach der Sondersitzung des Landeskabinetts am 11. Oktober.

Tourismus in NRW seit Mitte Mai erlaubt

Das Übernachten innerhalb von NRW aus touristischen Zwecken ist seit dem 11. Mai wieder erlaubt. Ferienwohnungen in NRW und Campingplätze des Landes sind wieder geöffnet. Die Bundesregierung hat zudem die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben. Touristische Übernachtungen jedoch weiterhin untersagt für Personen, die keinen Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland haben.

Gästen, die aus einem Risikogebiet eingereist sind, wird ein Aufenthalt in Hotels, Pensionen etc. untersagt, wenn sie kein negatives Corona-Testergebnis vorlegen können. Dieser Test darf maximal 48 Stunden vor der Anreise gemacht worden sein.

Urlauber, die zurück nach NRW einreisen, können sich freiwillig an den vier großen Flughäfen des Landes auf das Coronavirus testen lassen. Darauf hatten sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und seine Kollegen in den Ländern am 24. Juli geeinigt. Die Flughäfen in NRW sind:

  • Flughafen Düsseldorf (seit 25. Juli)
  • Flughafen Köln/Bonn (Tests nur für Einreisende aus Risikogebieten)
  • Flughafen Dortmund (Tests nur für Einreisende aus Risikogebieten kostenlos)
  • Flughafen Münster/Osnabrück (seit 28. Juli)

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt seit dem 8. August eine Testpflicht. Seit dem 1. Oktober können Rückkehrer aus Risikogebieten grundsätzlich eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden. Mittelfristig sollen Rückkehrer aus diesen Gebieten die Kosten für die Tests auch selbst tragen.

Fahrgäste von Busreisen müssen sich vor jedem Betreten des Busses die Hände waschen oder desinfizieren. „Auf nicht kontaktfreie Begrüßungsrituale (Händeschütteln etc.) ist zu verzichten.“ Jeder Fahrgast bekommt einen festen Platz. Die Fahrgäste sind beim Ein- und Ausstieg sowie beim Aufstehen verpflichtet, eine Mund-Nase-Maske zu tragen. „Bordtoiletten bleiben außer Betrieb.“ Am Ziel müssen durch das Personal „Kontaktstellen wie z.B. Haltegriffe, Armlehnen und Klapptische desinfiziert oder mit einem Haushaltsreiniger gereinigt“ werden.

↑ Zurück zur Themenübersicht

(red mit mko, tobi, dpa)

Leserkommentare (17) Kommentar schreiben