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NRW wartet auf "Friederike" - einige Schulen geschlossen

Regen, Starkregen, Dauerregen? So heißt das, was da runterkommt

Regenwetter: So definieren Wissenschaftler Regen, Starkregen, Dauerregen und Sprühregen.
Mi, 26.07.2017, 14.13 Uhr

Regenwetter: So definieren Wissenschaftler Regen, Starkregen, Dauerregen und Sprühregen.

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Düsseldorf.   Das Orkantief "Friederike" hat sich mit Sturm und Schnee, Hagel und starkem Regen angekündigt. Märkte wurden abgesagt, Zoos bleiben geschlossen.

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Mit ersten schweren Böen und starken Regengüssen hat sich das Sturmtief "Friederike" am Donnerstagmorgen angekündigt. Im Laufe des Tages könnte es nach Einschätzung des Wetterdienstes in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens sehr ungemütlich werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für die Zeit bis zum Abend eine Unwetterwarnung für alle fünf NRW-Regierungsbezirke heraus. Viele Schulen haben geschlossen, auch die Zoos in Köln, Dortmund und Duisburg haben zu, in Bochum und Aachen wurden die Wochenmärkte abgesagt. Die Feuerwehr rät dazu, zu Hause zu bleiben und vor allem den Wald zu meiden.

Erwartet werden Sturmböen bis zu orkanartigen Böen von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde. In der Region Aachen wurden am Morgen bereits Böen von 80 bis 90 Kilometer pro Stunde erreicht, deutlich stärker könnte es später am Niederrhein, im Münsterland, im östlichen Ruhrgebiet, Ostwestfalen-Lippe und im Rothaargebirge werden. Die Polizei erklärte in der Nacht, sie sei auf den Sturm vorbereitet. Im Osten Nordrhein-Westfalens sollte es zudem noch in den Morgenstunden schneien.

Die Feuerwehr Dortmund warnte, wer sich draußen aufhalte, sollte zumindest die Nähe von Bäumen meiden und auf umherfliegende Gegenstände achten. Herabstürzende Äste oder Dachziegel seien zu befürchten, hieß es in der Warnung des DWD. Es könnten auch Bäume entwurzelt werden, weil der Boden durch den tagelangen Regen sehr stark aufgeweicht ist.

Die Bahn kündigte bereits an, die Regionalzüge zu drosseln, damit Lokführer schneller auf Hindernisse auf den Schienen reagieren könnten. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird es deshalb zu Verspätungen kommen. Im Fernverkehr seien Auswirkungen ebenfalls möglich. Am frühen Vormittag lief nach Angaben der Bahn in NRW noch alles normal, abgesehen von einer Oberleitungsstörung in Gladbeck.

Schulen können selbst wählen, ob sie wegen des Sturmtiefs aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben. Bleibt eine Schule geöffnet, können die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder lieber zu Hause lassen wollen. Sie müssten dann aber die Schule informieren, teilte das Ministerium mit. Schulschließungen wegen Sturmfolgen hatte es etwa Anfang Juni 2014 in weiten Teilen des Ruhrgebietes gegeben."Friederike" dürfte nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes aber nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief "Xavier" im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried am frühen Donnerstagmorgen. Er gehe nicht davon aus, dass "Friederike" ein ähnliches Schadensniveau erreichen könne. Beim Sturm "Xavier" waren im Herbst sieben Menschen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste getötet worden, der Bahnverkehr im Norden und Osten wurde lahmgelegt.

Schnee und glatte Straßen hatten schon Mittwoch für zahlreiche Unfälle auf den Straßen in NRW gesorgt. Allein bei mehreren Busunfällen wurden insgesamt mindestens 17 Menschen verletzt, darunter Schulkinder. (dpa)

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