Bundesliga

Polizei sauer: Bundesligaklubs sparen bei der Sicherheit

Ein Bild, das sich zu oft in den Stadien bietet: Hooligans zünden Pyrotechnik

Ein Bild, das sich zu oft in den Stadien bietet: Hooligans zünden Pyrotechnik

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Pyrotechnik und Hassbanner im Stadion – der Polizei reicht es. Zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga fordert sie: Die Vereine müssen mehr tun!

Zwei Tage vor Beginn der neuen Bundesligasaison knöpft sich die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP) die Fußball-Klubs vor. Zwar begrüßt Landeschef Michael Mertens, dass die Vereine für Polizeieinsätze weiterhin

nicht zahlen müssen. Schließlich seien nicht sie die Ursache dafür, sondern gewaltbereite Chaoten. „Aber im Gegenzug“, so Mertens, müssen die Vereine aber auch ihrer Verantwortung für die Sicherheit in den Stadien in stärkerem Maße gerecht werden. Strengere Einlasskontrollen, stringenteres Vorgehen gegen Hassparolen auf Bannern und gegen Pyrotechnik, und die konsequente Ahndung von Verstößen gegen die Sicherheitsbestimmungen sind unerlässlich.“

Was Mertens angesichts von „deutlich über 200.000 Einsatzstunden“ in der kommenden Saison mit zwei NRW-Vereinen mehr als bisher besonders wurmt: „Wenn meine Kolleginnen und Kollegen dann mit hohem Aufwand außerhalb der Stadien die Sicherheit gewährleisten müssen, kann es nicht sein, dass in den Stadien Ordnungsdienste eingesetzt werden, bei denen die einzelnen Beschäftigten gerade einmal zehn Stunden geschult worden sind. Hier sparen die Vereine in unverantwortlicher Weise am falschen Ende.“

Die Vereine müssten die Zuverlässigkeit der Ordnungsdienstbeschäftigten auch ausreichend prüfen. Mertens: „Wenn zwei Sympathisanten der islamistischen Szene auch nur die Parkplätze eines Stadions sichern dürfen, zeigt dies, dass bei den Kontrollen nicht genau genug hingeschaut wurde. Hier sind die Vereine in der Pflicht.“

Der GdP-Chef sieht die Vereine zudem bei der Verhinderung von Hassbannern und Pyrotechnik in den Stadien wesentlich intensiver gefordert: „Wer den Ultras Räumlichkeiten überlässt, ohne diese zu kontrollieren, leistet damit Vorschub für gefährlichen Pyro-Einsatz in den Kurven und ermöglicht das Einschleusen von Bannern, mit denen Menschen verunglimpft und beleidigt werden. Dies hat in den Stadien nicht zu suchen!“

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