Wetter

Warum sind Gewitter so schwer vorherzusagen?

Plötzlich geht alles ganz schnell: Blitz, Donner und Starkregen können nicht genau vorhergesagt werden.

Plötzlich geht alles ganz schnell: Blitz, Donner und Starkregen können nicht genau vorhergesagt werden.

Foto: Robert Michael / dpa

Donner, Blitz und Starkregen: Gewitter kommen oft unerwartet – oder gar nicht. Was es so schwierig macht, Unwetter genauer vorherzusagen.

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Es ist das alte Lied: Gewitter sind angesagt, aber am Ende passiert wenig. Oder genau andersherum – das Unwetter bricht ganz bildlich über einen herein. Natürlich unterliegt das Wetter den Launen der Natur, doch besonders Gewitter scheinen schwieriger vorherzusehen zu sein.

Das ist auch richtig, bestätigt Meteorologe und Wetterberater David Bötzel. „Wir können die Gebiete, in denen es ein Gewitter geben soll, sehr gut vorhersagen. Aber der genaue Ort lässt sich fast unmöglich bestimmen.“ Das liegt an der Technik, die ein Unwetter-Gebiet nicht auf den Kilometer genau einsehen kann, vor allem aber an der Natur.

Das Kochtopf-Prinzip bei Gewittern

„Gerade wenn sich ein Gewitter erst über den Tag entwickelt, können wir das als Meteorologen nur sehr schwer einsehen. Ja, wir können das Gebiet eingrenzen und sagen dann auch Gewitter genau dafür voraus. Aber den konkreten Zustand können wir nicht einsehen. Deshalb kann es in einem Ort gewittern, in einem anderen, der nur ein paar Kilometer weiter liegt, dafür nicht.“

Bildlich erklärt der Meteorologe anhand eines Kochtopfes: „Man stellt einen Kochtopf mit Wasser auf eine heiße Herdplatte. Man weiß, dass es sich erhitzt und irgendwann Blasen wirft, aber nie wo genau. Das liegt nicht in unserer Macht. Genauso ist es mit Unwettern.“

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