Smart City

17 Millionen Euro für Digitalprojekte in Südwestfalen

Olpe ist eine der „Smart Cities“.

Olpe ist eine der „Smart Cities“.

Foto: Foto: Hans Blossey / Bildbearbeitung: Sascha Kertzscher / WP

Menden/Olpe.  Ein Förderprogramm des Bundes soll die Städte Menden, Arnsberg, Olpe, Bad Berleburg und Soest zu „Smart Cities“ machen.

Südwestfalen wird smart: Die Städte Menden, Arnsberg, Olpe, Bad Berleburg, Soest und die Südwestfalen-Agentur haben den Zuschlag für ein millionenschweres Förderprogramm des Bauministeriums erhalten. Ihr gemeinsames Projekt „5 für Südwestfalen“ setzte sich im Rahmen des Smart-Cities-Wettbewerbs der Bundesregierung gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Damit fließen mehr als 17 Millionen Euro Fördermittel in die Region. Die fünf Kommunen können damit vorbildliche bürgernahe Digitalisierungsprojekte vorantreiben, von denen auch andere Städte profitieren sollen.

Meilenstein für die Region

„Der Zuschlag ist ein Meilenstein für die Region“, sagten Hubertus Winterberg und Stephanie Arens von der Geschäftsführung der Südwestfalen-Agentur. „Wir haben es geschafft, in nur wenigen Wochen ein Projektkonsortium auf die Beine zu stellen und mit unserer Bewerbung zu überzeugen. Das ist eine großartige Gemeinschaftsleistung der Region.“

Smart Cities zeichneten sich durch eine integrierte Stadtentwicklung aus, die Aspekte der Digitalisierung berücksichtige und nachhaltig gedacht sei, teilte die Südwestfalen-Agentur mit. „Da die Digitalisierung in alle Lebensbereiche strahlt, von Mobilität über Bildung bis hin zur Daseinsvorsorge, sind umfassende und strategische Ansätze notwendig. Hier gilt es nicht nur, Daten sicher und klug zu nutzen. Sondern auch neue Angebote zu schaffen, weil sich die Anforderungen der Menschen in Südwestfalen an das Leben, Wohnen und Arbeiten ändern“, hieß es weiter.

Der Südwestfalen-Agentur zufolge haben die fünf Kommunen einen Teil ihrer Hausaufgaben bereits gemacht und deshalb den Zuschlag bekommen:

Arnsberg habe bereits eine digitale Agenda, verfüge über Konzepte für die Dörfer und Ortskerne. „Die Schwerpunkte liegen auf Infrastruktur, Wirtschaft und Arbeiten, Stadtverwaltung sowie Bildung“, so die Agentur.

Bad Berleburg sei eingeübt in der Entwicklung der smarten Daseinsvorsorge für einen attraktiven Arbeits- und Lebensraum und ausgezeichnet als eine der nachhaltigsten Städte und Gemeinden in Deutschland.

Menden fokussiere sich bereits auf Datennutzung- und -strategien sowie Eco-Mobilität im ländlichen Raum.

Olpe gestalte das gesamte Quartier rund um das Rathaus neu. Die Stadt integriere New-Work-Konzepte für die Verwaltung, installiere ein „House of Learning“ und setze auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Digitalwirtschaft.

Soest sei digitale Modellkommune des Landes NRW und habe ein strategisches Zukunftsprogramm, um die Lebens- und Wohnqualität nachhaltig zu sichern.

Der Bund hat zunächst 13 Modellprojekte ausgezeichnet. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren rund 50 Modellprojekte mit insgesamt ca. 750 Millionen Euro gefördert werden. Auf die Ausschreibung des Bauministeriums hatten sich nach eigenen Angaben etwa einhundert Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Ausgewählt wurden Solingen, Ulm und Wolfsburg in der Kategorie „Großstädte“, Cottbus, Gera und Kaiserslautern in der Kategorie „Mittlere Städte“ sowie Grevesmühlen, Haßfurt, Süderbrarup und Zwönitz in der Kategorie „Kleinstädte und Landgemeinden“. In der Kategorie „Interkommunale Kooperationen und Landkreise“ wurden die Kooperation Arnsberg, Olpe, Menden, Soest und Bad Berleburg und die Kooperation Brandis, Naunhof, Borsdorf, Großpösna, Belgershain, Parthenstein und Machern sowie der Landkreis Wunsiedel ausgewählt.

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