Playmobil-Ausstellung

40 Jahre Playmobil im Maxipark

Im Maximilian-Park in Hamm läuft eine große Playmobil-Ausstellung.

Im Maximilian-Park in Hamm läuft eine große Playmobil-Ausstellung.

Foto: Jakob Studnar

Hamm/Arnsberg.  Wer den Maximilian-Park in Hamm aufsucht, der wird kaum an der großen Playmobil-Ausstellung vorbeikommen. Rund 50 000 Figuren sind dort aufgestellt.

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200 volle Kisten. 60 Zentimeter hoch, 40 breit, 30 tief. Randvoll mit Playmobil. Für seine Leidenschaft hat Andreas E. sogar eine kleine Lagerhalle anmieten müssen. Seit ziemlich genau 40 Jahren sammelt der Arnsberger, bei seinen Kollegen unter dem Künstlernamen „Andy Ente“ bekannt, alles mögliche aus der Welt des Playmobils. „Ich kann mich noch genau an meine erste Packung mit Bauarbeitern erinnern“, berichtet der Arnsberger. Das war 1976. Zwei Jahre, nachdem die ersten Figuren – jene Bauarbeiter – auf den Markt kamen. Seitdem hat ihn die Faszination für den großen Lego-Gegenspieler nicht mehr verlassen.

Plötzlich nicht nur Sammler

Lange war es nur sein privates Hobby. Bis „Andy Ente“ vor etwas mehr als zehn Jahren auf andere Liebhaber stieß, die ihre Sammlung der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. Plötzlich fand sich auch der Arnsberger auf Ausstellungen wieder. In Iserlohn präsentierte er 2005 eine kleine Wüstenszene sowie eine Schiffshavarie, 2010 im niederländischen Utrecht seine geliebten Wikinger. Jene Figuren, die er vor Kurzem wieder aus den Kisten ließ. Seit Mitte März sind sie in einer alten Industriehalle im Maximilian-Park in Hamm ausgestellt.

„40 Jahre Playmobil – Eine Abenteuerreise durch die Zeit“ lautet der Name der Ausstellung, auf einer Fläche von etwa 1600 Quadratmetern. Eine Reise, auf der die Besucher von etwa 50.000 Rittern, Bauarbeitern, Indianern, Dinosauriern, Piraten, Höhlenbewohnern, den alten Ägyptern, Cowboys und anderen Figuren beobachtet werden. Umrahmt von künstlerisch hochwertigen Landschaften.

Eine große Affinität zu diesem besonderen Spielzeug besitzt auch Sascha Brosch, Marketing- und Ausstellungsleiter im Maxipark. „Beim Aufbau sind einige Erinnerungen wieder hochgekommen.“

Auf zwei Etagen

Zufrieden, mehr noch, ein wenig stolz schreitet er an den Playmobil-Vitrinen vorbei. Und erinnert sich, wie alles begann. 2005 machte die Ausstellung, entwickelt von Playmobil selbst und dem historischen Museum Speyer aus der Pfalz, erstmals Halt im Maxipark. „Damals haben wir nur eine Etage gehabt, jetzt stellen wir auf zwei aus. Wir haben auch viel mehr Vitrinen als damals“, erklärt Brosch.

Mehr Fläche, mehr Arbeit! Schon im Dezember bauten Brosch und seine Kollegen die ersten Trennwände auf, bis Anfang März lieferte ein Schreinermeister aus Hamm die Schaukästen. Danach ging es richtig los. Vier 40-Tonner lieferten das Spielzeug an, etwa zwei Wochen brauchten die elf privaten Aussteller, die ihre Vitrinen selber bestückten, und das Team um Sascha Brosch, bis alles an seinem Platz stand. „Uns war sehr wichtig, dass wir die Playmobil-Figuren nicht nur hinstellen, sondern die Schaufenster auch mit Leben füllen. Wir haben versucht, Hintergründe zu schaffen; etwa durch Sand, Wiesen, Straßen, Seen, Wälder und Flüsse“, betont Brosch. Nur gucken, nicht anfassen? Nein, für die kleinen Besucher haben die Maxipark-Mitarbeiter mehr als zehn Spielecken aufgebaut. „Ist doch logisch, die Kinder gucken sich vielleicht zwei, drei Vitrinen an und wollen danach selber mit Playmobil spielen.“

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