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A 45: Nächste Brücke wird geprüft - Sperrung bei Hagen

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Die marode A45-Autobahnbrücke Rahmede wird gesprengt

Die marode A45-Autobahnbrücke Rahmede wird gesprengt

Die A45-Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid ist seit Anfang Dezember gesperrt. Jetzt steht fest: Die marode Brücke wird gesprengt.

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Lüdenscheid/Hagen.  Die Talbrücke Brunsbecke in Hagen muss für eine Prüfung drei Tage voll gesperrt werden. Sie ist der einsturzgefährdeten Rahmedetalbrücke ähnlich.

Die Autobahn 45 wird am vorletzten Mai-Wochenende zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid für drei ganze Tage voll gesperrt. Grund dafür ist eine Sonderprüfung der Talbrücke Brunsbecke. Sie gilt als Schwesterbrücke der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid, die seit Dezember wegen Einsturzgefahr gesperrt ist: Beide sind 1968 nach dem gleichen Konstruktionsprinzip fertiggestellt worden. Die Sperrung dauert von Freitag, 20. Mai (22 Uhr) bis Dienstag, 24. Mai (5 Uhr), wie die Autobahn GmbH Westfalen am Freitagnachmittag mitteilte. Der Verkehr wird über die blau ausgeschilderten Bedarfsumleitungen geführt.

Brunsbecke: Neuartiges Laserscanverfahren kommt zum Einsatz

Untersucht wird die Brücke dann mit einem neuartigen Laserscanverfahren, mit dem das Bauwerk sozusagen Millimeter für Millimeter abgetastet werden kann. So werden Schäden sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. „Diese Untersuchungen lassen sich nur ohne Verkehr durchführen, da sonst die Ergebnisse durch Erschütterungen verfälscht würden“, heißt es.

„Wir müssen jetzt ganz schnell auch die anderen Brücken mit diesem Spezialverfahren einer Sonderprüfung unterziehen“, sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn GmbH Westfalen, wenige Tage, nachdem die Rahmedetalbrücke gesperrt worden war. Erste Untersuchungen sind anschließend zu verkehrsarmen Zeiten erfolgt und brachten keine Auffälligkeiten.

Untersuchungen bisher erst am kleineren Teil der Brücke möglich

Allerdings: Diese Untersuchungen waren lediglich auf dem kleineren Teil der Brücke möglich, an den „zugänglichen Stellen“, wie es in der Mitteilung heißt. Jene Stellen also, die von unten erreichbar waren. Der größere Teil der 540 Meter langen und 66 Meter hohen Brücke ist damit noch nicht mit dem Laserscanverfahren in Augenschein genommen worden. Nun wird die gesamte Brücke auf Schäden untersucht.

Neben dieser Prüfung werden in der Zeit der Vollsperrung weitere Arbeiten ausgeführt: Für den geplanten Ersatzneubau der Brücke muss erstens für die Bauzeit die Entwässerung neu verlegt werden. Zweitens müssen zur Verbesserung der Verkehrsführung Sanierungsarbeiten ausgeführt werden.

Hauptprüfung im Sommer geplant

Für den Sommer ist an der Brücke die alle sechs Jahre anstehende Hauptprüfung geplant. Dabei wird ein so genanntes Brückenuntersichtgerät – ein Lkw, der eine mobile Bühne unter die Brücke hebt – zum Einsatz kommen. In diesem Zeitraum sind weitere Teil- bzw. Vollsperrungen notwendig.

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